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Gesundheitsminister Mauro Pedrazzini. (Archivfoto: IKR)
Coronavirus
Liechtenstein|30.10.2020 (Aktualisiert am 02.11.20 16:44)

Regierung hält an Kurs fest, keine neuen Massnahmen

VADUZ - Gesundheitsminister Mauro Pedrazzini und Regierungsrätin Katrin Eggenberger informierten am Freitag zum weiteren Vorgehen in der Coronapandemie. Die Regierung hält trotz der Abweichung zur Schweiz an ihrem Kurs fest, neue Massnahmen verkündete sie am Freitag nicht. Zum bevorstehenden Feiertag Allerheiligen appelliert sie, auch am Friedhof Masken zu Tragen und auch im Familienkreis auf die Regeln zu achten.

Gesundheitsminister Mauro Pedrazzini. (Archivfoto: IKR)

VADUZ - Gesundheitsminister Mauro Pedrazzini und Regierungsrätin Katrin Eggenberger informierten am Freitag zum weiteren Vorgehen in der Coronapandemie. Die Regierung hält trotz der Abweichung zur Schweiz an ihrem Kurs fest, neue Massnahmen verkündete sie am Freitag nicht. Zum bevorstehenden Feiertag Allerheiligen appelliert sie, auch am Friedhof Masken zu Tragen und auch im Familienkreis auf die Regeln zu achten.

Die Pressekonferenz gibt es hier zum Nachsehen:

Der Schweizer Bundesrat hatte am Mittwoch die Ausweitung der Maskenpflicht im Freien, weiteren Einschränkungen für private Treffen und öffentliche Veranstaltungen sowie verschiedenen Verboten beschlossen. Dies, mit dem Ziel die zweite Coronawelle in den Griff zu kriegen.

Liechtensteins Regierung hatte hingegen bereits vergangene Woche gehandelt. Seit Samstag ist die Gastronomie in Liechtenstein geschlossen. Zudem gilt in fast allen Bereichen des öffentlichen Lebens eine Maskenpflicht - im Freien jedoch nicht.

Er sei sich bewusst, dass die Regierung den «Holzhammer» ausgepackt habe, so Pedrazzini. Dies aber mit der Überzeugung, damit die grösste Wirkung zu erzielen. Noch wirksamere Massnahmen seien kaum denkbar.

Aus diesem Grund hält die Regierung an ihrem Kurs fest, wie Pedrazzini am Freitag verkündete. Die Regierung erhofft sich, bis zum 15. November die Ausbreitung des Virus in Liechtenstein zu verlangsamen.

Kulturelle Veranstaltungen weiterhin möglich

Kulturelle Veranstaltungen können unter Einhaltung strikter Schutzkonzepte und unter Berücksichtigung der aktuellen Vorgaben durchgeführt werden. Die Maskenpflicht gilt weiterhin in allen öffentlich zugänglichen Innenräumen. Das beinhaltet im Kulturbereich Museen, Bibliotheken, Kinos, Theater und Konzertlokale. Die Mindestabstände von 1,5 Meter sollen wo möglich trotz der Verwendung von Schutzmasken eingehalten werden. Die Mindestabstände sind auch bei Veranstaltungen im Freien einzuhalten; ist dies nicht möglich, müssen auch bei diesen Veranstaltungen Masken getragen werden.

Zurückhaltung auch bei privaten Treffen

Da sehr viele Menschen an Allerheiligen und Allerseelen die Friedhöfe aufsuchen und der Mindestabstand oft nicht eingehalten werden kann, empfiehlt die Regierung auch dort das Tragen einer Gesichtsmaske. Zudem ist es vielerorts Tradition, dass an diesen Tagen Treffen im Familien- und Bekanntenkreis stattfinden. Die Regierung ersucht, alle Einwohner auch bei allen Anlässen im privaten Rahmen um äusserste Zurückhaltung, um Einhaltung des Mindestabstandes oder - wo dies nicht möglich ist - um das Tragen einer Maske. Die Gefahr von Ansteckungen im Familien- und Freundeskreis werde oft unterschätzt.

(red)

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