Botschafterin Sabine Monauni soll für die FBP als Spitzenkandidatin mit Manuel Frick und Katrin Eggenberger ins Wahlrennen gehen. (Fotos: ZVG)
Politik
Liechtenstein|18.08.2020 (Aktualisiert am 18.08.20 22:35)

Sabine Monauni als FBP-Spitzenkandidatin nominiert

VADUZ - Das FBP Präsidium schlägt Botschafterin Sabine Monauni (46) als Spitzenkandidatin für die Landtagswahlen 2021 vor. Damit geht die Bürgerpartei einen mutigen und geschichtsträchtigen Weg: Eine Frau als Regierungschefkandidatin gab es in Liechtenstein noch nie. Als weitere Kandidaten konnte die FBP Generalsekretär Manuel Frick und die amtierende Aussenministerin Katrin Eggenberger gewinnen.

Botschafterin Sabine Monauni soll für die FBP als Spitzenkandidatin mit Manuel Frick und Katrin Eggenberger ins Wahlrennen gehen. (Fotos: ZVG)

VADUZ - Das FBP Präsidium schlägt Botschafterin Sabine Monauni (46) als Spitzenkandidatin für die Landtagswahlen 2021 vor. Damit geht die Bürgerpartei einen mutigen und geschichtsträchtigen Weg: Eine Frau als Regierungschefkandidatin gab es in Liechtenstein noch nie. Als weitere Kandidaten konnte die FBP Generalsekretär Manuel Frick und die amtierende Aussenministerin Katrin Eggenberger gewinnen.

Die Fortschrittliche Bürgerpartei (FBP) hat am Montag das Kandidatenteam für die Regierung nominiert, wie sie am Dienstag mitteilte. Dementsprechend möchte das Parteipräsidium mit Sabine Monauni als Regierungschefkandidatin ins Rennen um die Landtagswahlen im Februar 2021 gehen – und damit erstmals in der Geschichte Liechtensteins mit einer Frau als Spitzenkandidatin antreten. Das Kandidatenteam wird durch die amtierende Regierungsrätin Katrin Eggenberger und den derzeit als Generalsekretär des Ministeriums für Gesellschaft tätigen Manuel Frick komplettiert. Nach der Nomination des Präsidiums wird nun der Landesvorstand und anschliessend der Parteitag über das Dreierteam der FBP entscheiden. 

Nomination einer Spitzenkandidatin sorgt für Überraschung

Schon frühzeitig hatten Regierungsrat Mauro Pedrazzini und Regierungschef Adrian Hasler angekündigt, für eine weitere Legislatur nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Indes war schon bei der Nomination von Katrin Eggenberger klar, dass die Schellenbergerin auch bei den kommenden Wahlen Teil des Kandidatenteams sein wird. Somit war das FBP Präsidium gefordert, zwei neue Kandidaten für die Regierung zu finden – keine leichte Aufgabe.

Dass die FBP beim Kampf um die Besetzung des Regierungschefpostens auf eine Frau setzt, kommt überraschend. So waren bereits zahlreiche Namen von möglichen Spitzenkandidaten im Umlauf. Diesen Spekulationen hat das FBP Präsidium nun aber eine Absage erteilt. Mit Sabine Monauni – sie ist seit Juli 2016 EU-Botschafterin in Brüssel – konnte eine bekannte Grösse und eine Person mit hervorragenden Qualifikationen gefunden werden, wie das FBP-Präsidium überzeugt ist. Bevor sie in den diplomatischen Dienst wechselte, war die gebürtige Maurerin unter anderem im Ministerium für Gesellschaft tätig und führte dort interimistisch die Geschäfte der Stabsstelle für Chancengleichheit. Aufgewachsen ist Sabine Monauni in Schaan und Schellenberg. Die 46-Jährige ist verheiratet und Mutter von zwei Kindern.
Bereits viel Erfahrung aus dem Regierungsumfeld bringt der dritte Kandidat der FBP mit: Manuel Frick. Der Balzner, der Politikwissenschaften, Volkswirtschaft und Europarecht an der Universität Bern studiert hat, war schon als Regierungsratstellvertreter tätig und ist aktuell Generalsekretär im Ministerium für Gesellschaft. Manuel Frick ist verheiratet und Vater eines Sohnes. Das FBP Präsidium bedankt sich bei Sabine Monauni, Katrin Eggenberger und Manuel Frick für die Bereitschaft, sich dieser grossen und verantwortungsvollen Aufgabe zu stellen: "Wir sind stolz, mit diesem Dreierteam antreten zu können."


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(red/pd)

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