Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
(Foto: Michael Zanghellini)
Politik
Liechtenstein|09.07.2020 (Aktualisiert am 09.07.20 17:07)

Liechtenstein-Institut beleuchtet Infrastrukturen in Liechtenstein

BENDERN - Das gute Funktionieren von Gesellschaft und Wirtschaft hängt massgeblich von verschiedenen Infrastrukturen ab. Im Rahmen einer neuen Studie beschäftigte sich das Liechtenstein-Institut genau mit diesen und ihrer Bedeutung für Liechtenstein.

(Foto: Michael Zanghellini)

BENDERN - Das gute Funktionieren von Gesellschaft und Wirtschaft hängt massgeblich von verschiedenen Infrastrukturen ab. Im Rahmen einer neuen Studie beschäftigte sich das Liechtenstein-Institut genau mit diesen und ihrer Bedeutung für Liechtenstein.

Infrastrukturen werden oft als selbstverständlich wahrgenommen, umso mehr, wenn sie einwandfrei funktionieren und so ein fester Bestandteil unseres Alltages geworden sind, hebt das Liechtenstein-Institut in der Aussendung zu Studie hervor. Infrastrukturen seien aber stets das Produkt langfristiger Entwicklungen. Oft reichen ihre Anfänge bis ins 19. Jahrhundert oder noch weiter zurück. Viele infrastrukturelle Einrichtungen sind dabei als Begleiterscheinungen der Industrialisierung und der Staatenbildung entstanden oder haben diese überhaupt erst möglich gemacht.

Der Begriff der Infrastruktur umfasst sowohl technische Infrastrukturen wie z. B. die Verkehrsinfrastruktur als auch soziale Infrastrukturen wie z. B. das Gesundheitssystem. In der Regel werden Infrastrukturen grösseren Ausmasses vom Staat bereitgestellt. In einer im Auftrag des Ministeriums für Infrastruktur, Wirtschaft und Sport erstellten Studie präsentiert Dr. Christoph Merki, Projektmitarbeiter am Liechtenstein-Institut, die Geschichte zwölf solcher öffentlicher Errungenschaften in Liechtenstein. Dazu gehören der Rheinschutzbau, die Rüfeverbauungen, die Rheinbrücken, das Telekommunikationsnetz, das Strassennetz, der Binnenkanal, die Liechtensteinische Landesbank, das Stromnetz, die Freiwillige Feuerwehr, die Alters- und Hinterlassenenversicherung AHV, der öffentliche Busverkehr und die Eisenbahn.

Geschichte und Nutzen

Folgende Fragestellungen standen bei der Erarbeitung der Studie laut Liechtenstein-Institut im Vordergrund: die Anfänge der jeweiligen Infrastruktur, ihr Ausbau im Laufe der Zeit, ihre Finanzierung und ihre Bedeutung für Liechtenstein. Aufgrund der Kleinheit des Landes und der früheren Armut wurden einige Infrastrukturen in Liechtenstein im internationalen Vergleich eher spät eingeführt. Hin und wieder wurden gar unkonventionelle Lösungen gefunden, bei denen die Nachbarländer Liechtensteins eine wichtige Rolle spielten. Auch gab es unterschiedliche Finanzierungsmodelle mit privaten und öffentlichen Initiativen durch Gemeinden oder Land.

Zweifelsohne haben die Infrastrukturen wesentlich zur erfolgreichen wirtschaftlichen Entwicklung Liechtensteins im 20. Jahrhundert beigetragen, betont das Liechtenstein Institut. So hätte ohne Rheinschutzbau und ohne Binnenkanal die Rheinebene weder kultiviert noch besiedelt werden können. Ohne Telekommunikationsnetz hätte sich der Finanzplatz laut Studie nicht so entwickeln können, wie er dies tat. Die AHV wiederum sei  heute ein Garant des sozialen Friedens und eine Voraussetzung für die Integration der älteren Bevölkerung in die Gesellschaft – um nur einige Beispiele aus der Studie zu nennen.

Die Studie ist auf der Website des Liechtenstein-Instituts und auf der Seite des Ministeriums für Infrastruktur, Wirtschaft und Sport abrufbar.

(pd/red)

Teile diesen Artikel mit deinen Freunden

Nächster Artikel
Politik
Liechtenstein|gestern 10:30 (Aktualisiert gestern 14:44)
Abstimmungsvorlagen erklärt: Der Doppelpass ohne Verzicht
Volksblatt Werbung