Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
(Symbolfoto: Michael Zanghellini)
Politik
Liechtenstein|01.07.2020 (Aktualisiert am 01.07.20 22:42)

Vorsteherkonferenz spricht sich klar für S-Bahn aus

VADUZ - "Was hat das Oberland, abgesehen von Schaan, von der S-Bahn?" Dieser Einwand war in den vergangenen Wochen häufig zu hören. Auch die Vorsteherkonferenz hat sich mit dieser Frage beschäftigt und ist zum Schluss gekommen: Alle Gemeinden profitieren vom Doppelspurausbau zwischen Schaanwald und Nendeln, einem attraktiven Halbstundentakt in beide Richtungen sowie von den zahlreichen flankierenden Massnahmen.

(Symbolfoto: Michael Zanghellini)

VADUZ - "Was hat das Oberland, abgesehen von Schaan, von der S-Bahn?" Dieser Einwand war in den vergangenen Wochen häufig zu hören. Auch die Vorsteherkonferenz hat sich mit dieser Frage beschäftigt und ist zum Schluss gekommen: Alle Gemeinden profitieren vom Doppelspurausbau zwischen Schaanwald und Nendeln, einem attraktiven Halbstundentakt in beide Richtungen sowie von den zahlreichen flankierenden Massnahmen.

"Selbstverständlich liegen lediglich drei Liechtensteiner Gemeinden direkt an der Strecke. Nur dies in Betracht zu ziehen, wäre aber äusserst kurzsichtig", schreibt die Vorsteherkonferenz in einer Medienmitteilung vom Mittwoch. "Einerseits werden die drei weiteren Unterländer Gemeinden, aber auch der Hauptort Vaduz mit den optimal auf die Ankunfts- und Abfahrtszeiten der S-Bahn abgestimmten Bussen der LIEmobil, sehr gut erschlossen. Andererseits sorgt die S-Bahn St. Gallen, die mit der S-Bahn Liechtenstein und der S-Bahn Vorarlberg ein regionales Gesamtsystem bilden soll, für attraktive Anschlüsse und Busverbindungen von Sevelen nach Vaduz und von Trübbach Fährhütte nach Balzers. Das Triesner Industriegebiet wiederum wird über den neuen Zubringer von der Rheinbrücke Vaduz-Sevelen aus ebenfalls in kurzer Fahrzeit erreichbar sein. Dies zeigt beispielhaft, wie die Massnahmen des Mobilitätskonzepts 2030 aufeinander abgestimmt sind und wie sie die verschiedenen Verkehrsträger berücksichtigen."
Es wäre laut Vorsteherkonferenz daher falsch, die S-Bahn Liechtenstein als isolierte Massnahme zur Lösung des Verkehrsproblems zu betrachten. "Nur durch den aufeinander abgestimmten Massnahmenmix des Mobilitätskonzepts erreichen wir das Ziel eines auch zu den Stosszeiten möglichst gut fliessenden Verkehrs im ganzen Land", schreiben die Vorsteher und der Vaduzer Bürgermeister. "Die S-Bahn ist nicht mehr, aber auch nicht weniger, als ein erster Schritt auf diesem Weg – und ohne ersten Schritt wird es bekanntlich schwierig, den zweiten, dritten und vierten zu tun."
Letztlich sei es aber auch so, dass selbst die Triesenberger, die den weitesten Weg zu einer S-Bahnhaltestelle haben, von dieser und den weiteren Massnahmen profitieren werden. "Dann nämlich, wenn sie auf dem Weg zur Arbeit oder in der Freizeit in Vaduz, Schaan, Bendern oder Eschen nicht mehr oder zumindest weniger lange im Stau stehen werden", so die Vorsteherkonferenz.
Angesichts all dieser Überlegungen sprechen sich der Bürgermeister sowie die Vorsteherinnen und Vorsteher aller elf Gemeinden klar für die Realisierung der S-Bahn Liechtenstein und ihrer flankierenden Massnahmen aus.

(red/pd)

Teile diesen Artikel mit deinen Freunden

Nächster Artikel
Politik
Liechtenstein|24.06.2020 (Aktualisiert am 24.06.20 18:07)
Daniel Oehry: «Ohne S-Bahn haben wir in Zukunft 13 000 Autos mehr auf den Strassen»
Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung