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Politik
Liechtenstein|19.05.2020 (Aktualisiert am 19.05.20 13:51)

Keine amtlichen Schätzungen für private Zwecke

VADUZ - Künftig soll die amtliche Schätzungskommission nicht mehr für private Zwecke zur Verfügung stehen. Die Regierung hat eine entsprechende Abänderung des Gesetzes über die amtliche Schätzung von Grundstücken und Gebäuden auf den Weg gebracht. 

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VADUZ - Künftig soll die amtliche Schätzungskommission nicht mehr für private Zwecke zur Verfügung stehen. Die Regierung hat eine entsprechende Abänderung des Gesetzes über die amtliche Schätzung von Grundstücken und Gebäuden auf den Weg gebracht. 

Laut aktuellem Schätzungsgesetz, das 2017 in Kraft getreten ist, kann jeder - unabhängig ob Behörde, Gemeinde oder Privatperson - eine amtliche Schätzung anfordern. Ursprünglich rechnete die Regierung mit maximal 140 Aufträgen pro Jahr. "Eine Annahme, die bei weitem übertroffen wurde", heisst es nun in einer Mitteilung vom Dienstag. So war die Schätzungskommission beispielsweise im Jahr 2019 doppelt so häufig im Einsatz.

Ein Grossteil der Schätzungen diene privaten Zwecken. "Eigentümer ziehen offenbar die kostengünstigere amtliche Variante dem Gutachten eines privatwirtschaftlich tätigen Experten vor, um den Marktwert ihres Hauses oder Grundstücks zu ermitteln", schreibt die Regierung.

Um die privatwirtschaftlichen Anbieter nicht zu konkurrieren und die Mitglieder der Schätzungskommission zu entlasten, schlägt die Regierung daher vor, künftig keine amtlichen Schätzungen mehr für private Zwecke zuzulassen. Marktwertschätzungen sollen wieder ausschliesslich in den Tätigkeitsbereich privatwirtschaftlich tätiger Experten fallen.

(red/ikr)

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