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Regierungsrätin Katrin Eggenberger bei ihrer Ansprache vor dem UNO-Menschenrechtsrat im Februar 2020 in Genf. (Archivfoto: IKR)
Coronavirus
Liechtenstein|05.04.2020 (Aktualisiert am 06.04.20 08:39)

Liechtenstein mit Führungsrolle: UNO-Resolution findet breite Unterstützung

VADUZ - Die UNO-Generalversammlung hat am Freitag eine von Liechtenstein, der Schweiz, Norwegen, Indonesien, Singapur und Ghana initiierte Resolution zum Coronavirus einstimmig verabschiedet, wie die Regierung mitteilte. Sie wurde von 188 der 193 UN-Mitgliedsstaaten mitunterzeichnet.

Regierungsrätin Katrin Eggenberger bei ihrer Ansprache vor dem UNO-Menschenrechtsrat im Februar 2020 in Genf. (Archivfoto: IKR)

VADUZ - Die UNO-Generalversammlung hat am Freitag eine von Liechtenstein, der Schweiz, Norwegen, Indonesien, Singapur und Ghana initiierte Resolution zum Coronavirus einstimmig verabschiedet, wie die Regierung mitteilte. Sie wurde von 188 der 193 UN-Mitgliedsstaaten mitunterzeichnet.

"Die erste UNO-Resolution zur COVID-19-Krise erhielt damit ein historisches Ausmass an Unterstützung", wie das Aussenministerium am Sonntag mitteilte. Die Initiative für die Resolution sei nicht zuletzt als Antwort auf das anhaltende Schweigen des UNO-Sicherheitsrats erfolgt. "Dieser konnte sich in dieser Krisenzeit wegen der Uneinigkeit zwischen den Ständigen Mitgliedern bisher zu keiner gemeinsamen Entscheidung durchringen", so die Regierung. UNO-Generalsekretär António Guterres habe die gegenwärtige Krise hingegen als grösste Herausforderung für das UNO-System seit der Schaffung der Organisation vor 75 Jahren bezeichnet.

"Liechtenstein brachte bei der Erarbeitung des Texts unter anderem starke Referenzen zu Solidarität, Menschenrechten und einen Dank an das medizinische Personal ein", heisst es von Seiten der Regierung. "Eine explizite Unterstützung des von Generalsekretär Guterres geforderten globalen Waffenstillstands und weiterer Initiativen, die Liechtenstein unterstützt, war jedoch leider nicht möglich." Nach dieser starken politischen Willensäusserung seien nun weitere operationelle Entscheidungen der relevanten UNO-Gremien notwendig, damit die UNO ihre zentrale Rolle in der COVID-19-Krise wirkungsvoll wahrnehmen kann.

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(ikr/red/dpa)

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