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Politik
Liechtenstein|09.03.2020 (Aktualisiert am 10.03.20 11:30)

Regierung pocht auf Disziplin bei Hygienemassnahmen

VADUZ  - Die Regierung setzt in ihrer angepassten Strategie weiterhin auf die Wirksamkeit der bislang propagierten Hygienemassnahmen. Es gelte, sie mit Verantwortungsbewusstsein, Disziplin und gesundem Menschenverstand anzuwenden. So habe eine Studie bestätigt, dass diese wirksam seien.

VADUZ  - Die Regierung setzt in ihrer angepassten Strategie weiterhin auf die Wirksamkeit der bislang propagierten Hygienemassnahmen. Es gelte, sie mit Verantwortungsbewusstsein, Disziplin und gesundem Menschenverstand anzuwenden. So habe eine Studie bestätigt, dass diese wirksam seien.

Wie Gesellschaftsminister Mauro Pedrazzini an der Pressekonferenz vom Montag ausführte, habe eine in China durchgeführte Studie vom 4. März gezeigt, dass die Übertragungsraten bei Anwendung der hygienischen Massnahmen "überschaubar" seien. Die wissenschaftliche Untersuchung sei gut für Liechtenstein anwendbar, weil sie nicht bei einem «Brutherd» sondern in einer «Empfänger»-Region, in der die hygienische Massnahmen Anwendung fanden, durchgeführt wurde. So habe die Studie festgestellt, dass sich dort selbst in einem gemeinsamen Haushalt «nur» knapp 15 Prozent der Personen mit dem Coronavirus angesteckt hätten - ein Erkrankter steckte aufgrund der strengen Massnahmen lediglich 0,4 weitere Personen an. Mauro Pedrazzini: «Dies zeigt, dass wir nicht einfach einem Phantom nachrennen, sondern die Massnahmen auch einen realen Nutzen zeigen.»

Gefahr durch Tröpfchen bzw. Schmierinfektion

«Wir haben es also nicht etwa mit Masern zu tun, bei der man sich gleich angesteckt - sondern am ehesten mit einer Grippe», brachte es Pedrazzini zum Corona-Virus (COVID-19) auf den Punkt. Eine Ansteckung finde über Tröpfchen bzw. Schmierinfektion statt. "Also nicht, indem man die gleiche Luft im gleichen Raum einatmet, sondern beispielsweise indem jemand in die Hand hustet, diese dann weitergereicht wird und die andere Person sich dann ins Gesicht fasst", erklärte der Gesellschaftsminister.

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