Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
(Symbolfoto: Shutterstock)
Politik
Liechtenstein|04.03.2020 (Aktualisiert am 04.03.20 16:57)

Regierung will Scheinehen verhindern

VADUZ - Im Rahmen ihres Vorschlages, EWR-Bürgern und Schweizern die doppelte Staatsbürgerschaft zu erlauben, kündigte die Regierung Anpassungen beim Ehegesetz an, um das Missbrauchspotenzial zu vermindern. Nun liegt der entsprechende Vernehmlassungsbericht vor. Demnach sollen die Wohnsitzjahre bei der Einbürgerung infolge Eheschliessung nur noch doppelt gezählt werden, wenn die Ehegatten auch tatsächlich zusammenwohnen. Zudem soll eine Scheidung auf Klage möglich sein, sobald die Ehegatten mindestens ein Jahr getrennt gelebt haben. Derzeit liegt die Trennungsfrist bei drei Jahren.

(Symbolfoto: Shutterstock)

VADUZ - Im Rahmen ihres Vorschlages, EWR-Bürgern und Schweizern die doppelte Staatsbürgerschaft zu erlauben, kündigte die Regierung Anpassungen beim Ehegesetz an, um das Missbrauchspotenzial zu vermindern. Nun liegt der entsprechende Vernehmlassungsbericht vor. Demnach sollen die Wohnsitzjahre bei der Einbürgerung infolge Eheschliessung nur noch doppelt gezählt werden, wenn die Ehegatten auch tatsächlich zusammenwohnen. Zudem soll eine Scheidung auf Klage möglich sein, sobald die Ehegatten mindestens ein Jahr getrennt gelebt haben. Derzeit liegt die Trennungsfrist bei drei Jahren.

Die Gesetzesvorlage, die sich derzeit in Vernehmlassung befindet, stellt eine flankierende Massnahme hinsichtlich der Ermöglichung einer doppelten Staatsbürgerschaft dar. Die Regierung kündigte bereits an, das Ehegesetz verschärfen zu wollen, um Missbrauch bei der Einbürgerung infolge Eheschliessung zu verhindern. Laut Regierung weise der Regelungsinhalt aber eine eigenständige Bedeutung auf, weshalb ein separater Gesetzgebungsprozess angezeigt sei.

Gemäss geltender Rechtslage hat der ausländische Ehegatte eines Liechtensteiners auf Antrag Anspruch auf Aufnahme in das Landes- und das Gemeindebürgerrecht. Er muss dazu unter anderem einen ordentlichen liechtensteinischen Wohnsitz von zehn Jahren nachweisen - die Jahre nach der Heirat werden doppelt gezählt. Zudem muss der Bewerber seit mindestens fünf Jahren in aufrechter Ehe mit einem Liechtensteiner leben - wenn also kein Trennungs- oder Scheidungsverfahren hängig ist.

Plus-Artikel

Lies unsere digitalen Premiuminhalte

Sie erwarten 5 Absätze und 332 Worte in diesem Plus-Artikel.
(red/ikr)

Teile diesen Artikel mit deinen Freunden

Nächster Artikel
Politik
Liechtenstein|vor 1 Stunde
"Einfacher, nicht einfach elektronisch!"