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Wie weiter mit Malbun? Diese Frage dürfte in naher Zukunft heftig diskutiert werden. (Foto: Riccardo Sassi/Shutterstock.com)
Politik
Liechtenstein|05.02.2020

Debatte um Zukunft Malbuns beginnt

TRIESENBERG - Mit ihrem Postulat hat die Freie Liste die Debatte um die Zukunft des Naherholungsgebietes Malbun/Steg auf die Tagesordnung gesetzt. Die 
Weissen waren vielleicht die Schnellsten, doch die Diskussion um die Zukunft hat sich schon lange abgezeichnet – mindestens seit dem Jahr 2003.

Wie weiter mit Malbun? Diese Frage dürfte in naher Zukunft heftig diskutiert werden. (Foto: Riccardo Sassi/Shutterstock.com)

TRIESENBERG - Mit ihrem Postulat hat die Freie Liste die Debatte um die Zukunft des Naherholungsgebietes Malbun/Steg auf die Tagesordnung gesetzt. Die 
Weissen waren vielleicht die Schnellsten, doch die Diskussion um die Zukunft hat sich schon lange abgezeichnet – mindestens seit dem Jahr 2003.

Man sei überzeugt, dass jetzt der Zeitpunkt richtig sei, «vorausschauend und in Ruhe» die Sachlage zu analysieren und zukünftige Entscheidungsgrundlagen vorzubereiten. Und dann sollten auch alle Anspruchsgruppen einbezogen werden und eine breite Diskussion in der Bevölkerung geführt werden, machte die Freie Liste bei der Vorstellung ihres Postulats deutlich.

Doch die Ausgangslage ist schon lange klar: So ist im Revisionsbericht der Bergbahnen Malbun vom Oktober vergangenen Jahres die Rede von einem «erheblichen latenten Risiko». Zwar sei die Bergbahnen Malbun AG in der Vergangenheit sämtlichen finanziellen Verpflichtungen nachgekommen, die Ertragslage reicht aber nicht, um künftig wieder in die Infrastruktur zu investieren. «Die Aufrechterhaltung der derzeitigen Infrastruktur wird/ist mittel- und langfristig ohne Zuschüsse der öffentlichen Hand respektive der Aktionäre oder weiterer Investoren nicht möglich», heisst es in dem Bericht. Es sei zudem nicht zu erwarten, dass sich die Ertragslage in Zukunft wesentlich bessern werde oder gar eine Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet werden könnte. 

Man wollte, wenn man dürfte

Doch auch das ist nicht überraschend, denn bereits im Jahr 2003 schlussfolgerte die damalige Regierung in ihrem entsprechenden Bericht und Antrag, dass sich die Investitionen «rein wirtschaftlich gesehen aber nicht rechtfertigen, da in ca. 20 Jahren auf Grund der abgelaufenen Betriebsbewilligung wiederum Ersatzinvestitionen anstehen, die bei der realistischen Variante nicht aus selbst erwirtschafteten Mitteln finanziert werden können.» Die Rechtfertigung der Investition wurde damals in der volkswirtschaftlichen Betrachtungsweise mit der Erhaltung des Naherholungsgebietes für die Bevölkerung, insbesondere auch für die Jugend gesucht – und gefunden. Daran dürfte sich auch heute nichts geändert haben.

«Bei uns im Land gibt es schon ein Riesentheater, wenn man nur ein paar kleine Schaukeln aufstellen will, das macht es halt kompliziert.»

Christoph Beck, Vorsteher Triesenberg
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(hf)

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