(Foto: Paul Trummer)
Politik
Liechtenstein|13.11.2019 (Aktualisiert am 13.11.19 18:46)

Fürst Hans-Adam II. spricht sich gegen Spitalsneubau aus

VADUZ - Die Gegner eines Neubaus des Landesspitals erhalten einen prominenten Unterstützer: Fürst Hans-Adam II. sprach sich gegenüber Radio L gegen einen Neubau aus.

(Foto: Paul Trummer)

VADUZ - Die Gegner eines Neubaus des Landesspitals erhalten einen prominenten Unterstützer: Fürst Hans-Adam II. sprach sich gegenüber Radio L gegen einen Neubau aus.

Wie Radio L auf seiner Website berichtet, sind für den Fürsten weniger die Kosten von rund 72 Millionen Franken – wovon 7 Millionen Franken die Gemeinde Vaduz trägt – ausschlaggebend. Hans-Adam II. fürchtet vielmehr, dass das Spital nicht genügend Fallzahlen erreicht, um die nötige Qualität zu erbringen. Er verwies hierzu auf die Kleinheit des Landes und die umliegenden «Top-Spitäler» in der Schweiz und Österreich. Sollte das Landesspital doch zusätzliche Patienten anziehen, schwäche dies die umliegenden Spitäler und könne unter Umständen gar zur Schliessung des Spitals Grabs führen, wird der Fürst von Radio L zitiert. Er plädiere für eine Zusammenarbeit mit den Nachbarländern. Die Spitalsfrage habe nichts mit der Souveränität Liechtensteins zu tun.

Pedrazzini nimmt Stellung

In einer ersten Stellungnahme – das vollständige Interview wird erst am Donnerstagmittag veröffentlicht – betonte Gesundheitsminister Mauro Pedrazzini, dass es bei der Abstimmung am 24. November aber nicht um die Frage gehe, ob die liechtensteinische Versorgung durch die Schweiz sichergestellt werden könne: «Wir haben ein Spital und eine breite Mehrheit des Volks möchte dieses nicht schliessen.» Bei der Abstimmung gehe es darum, ob weiter Geld in ein altes Gebäude gesteckt oder besser in ein neues Gebäude investiert werden soll. «Meines Erachtens ist ein Neubau die weitaus bessere Investition», unterstrich Pedrazzini.

(df)

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