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Politik
Liechtenstein|19.07.2019 (Aktualisiert am 19.07.19 12:52)

Umweltschutz: Kinder und Jugendliche übergeben Petition an Vorsteher

RUGGELL - Die zweite Woche des Sommer-Camps der Offenen Jugendarbeit Ruggell, Gamprin, Schellenberg (RuGaSch) hatte den Schwerpunkt «Natur und Mensch». Ca. 30 Buben und Mädchen zwischen 8 und 13 Jahren aus den drei Gemeinden genossen eine abwechslungsreiche Campwoche. Am Ende überreichten sie den Vorstehern ihrer Gemeinde eine Petition zum Thema «Vermeidung von Plastikmüll».

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RUGGELL - Die zweite Woche des Sommer-Camps der Offenen Jugendarbeit Ruggell, Gamprin, Schellenberg (RuGaSch) hatte den Schwerpunkt «Natur und Mensch». Ca. 30 Buben und Mädchen zwischen 8 und 13 Jahren aus den drei Gemeinden genossen eine abwechslungsreiche Campwoche. Am Ende überreichten sie den Vorstehern ihrer Gemeinde eine Petition zum Thema «Vermeidung von Plastikmüll».

Die Kinder und Jugendlichen befassten in der Projektwoche „Natur und Mensch“ mit den Auswirkungen unseres Plastikkonsums und der Umweltverschmutzung. Überall nehme die Vielfalt der Pflanzen- und Tierwelt ab und ihre Lebensräume würden immer mehr beschnitten und zerstört. Der Mensch, bewusst oder unbewusst, stellt wirtschaftliche Interessen oft über den Schutz der Natur, heisst es in der Aussendung der Offenen Jugendarbeit. Die Natur werde in der Politik allzu oft unter den Teppich gekehrt: In der Landwirtschaftspolitik, in der Raumplanung, bei der Jagdgesetzgebung oder in Energie- und Klimafragen. Deshalb brauche es Lösungen, welche die Natur respektieren, schützen und fördern.

 Appell an die Vorsteher

An der Schlussveranstaltung am Donnerstagabend, den 18. Juli 2019 übergaben die Teenager in Anwesenheit ihrer Eltern Ruggells Vorsteherin Maria Kaiser-Eberle und Gamprins Vorsteher Johannes Hasler deshalb eine entsprechende Petition. Darauf stehe unter anderem: „Ich möchte meine Gemeinde ermutigen, global zu denken und lokal zu handeln“ und „Ich fordere den Liechtensteinischen Handel dazu auf, seine Produkte frei von Wegwerfplastik zu machen. Wir sammeln Müll, recyceln und zahlen Steuern für die Müllentsorgung. Doch all unsere Bemühungen bleiben aussichtslos, wenn immer mehr Plastik in Umlauf gebracht wird. Wer Wegwerfplastik herstellt, nimmt in Kauf, dass es achtlos weggeworfen wird und in den Wäldern, Feldern und den Ozeanen landet. Die Produzenten haben es in der Hand – sie sind an der Wurzel des Problems und müssen jetzt Verantwortung übernehmen.“ Schellenbergs Vorsteher Norman Wohlwend werde die Petition nach seinem Urlaub ebenfalls erhalten.

Jeder kann beitragen

Die Kinder und Jugendlichen forderten dann direkt die Vorsteher auf: „Helfen Sie uns, um auf das Plastikproblem aufmerksam zu machen“. Vorsteherin Maria Kaiser-Eberle habe daraufhin betont, dass sie dieses Engagement der Kinder und Jugendlichen sehr gut und sehr wichtig finde. Man könne nicht mehr wegschauen, sondern jeder und jede Einzelne muss handeln, um unsere Umwelt zu schützen. Vorsteher Johannes Hasler habe laut Mitteilung ergänzt, dass jeder und jede bereits im Kleinen beginnen könne, um einen wesentlichen Beitrag für die Umwelt zu leisten. Beide hätten sich für die Überreichung der Petition bedankt und mit Beispielen aufgezeigt, wie in den Gemeinden der Plastikkonsum bereits eingeschränkt wird. So werde unter anderem bei den eigenen Veranstaltungen wie auch intern in den Verwaltungen auf Plastik verzichtet, indem mit dem Projekt „Waterfootprint“ nur noch das eigene Leitungswasser in eigenen Mehrfachglasflaschen getrunken wird.  

(pd/red)

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