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Politik
Liechtenstein|01.07.2019 (Aktualisiert am 02.07.19 15:18)

Erste Gespräche im Juli: Regierung nimmt Projekt S-Bahn wieder auf

VADUZ - Die Regierung hat die Sistierung des Projekts "S-Bahn Liechtenstein" aufgehoben und gleichzeitig das Ministerium für Infrastruktur, Wirtschaft und Sport zur Verhandlung eines Finanzierungsschlüssels für den Ausbau der Eisenbahnstrecke Feldkirch-Buchs im Hinblick auf die Realisierung einer S-Bahn mit der Republik Österreich und der ÖBB eingesetzt.

(Symbolfoto: ZVG)

VADUZ - Die Regierung hat die Sistierung des Projekts "S-Bahn Liechtenstein" aufgehoben und gleichzeitig das Ministerium für Infrastruktur, Wirtschaft und Sport zur Verhandlung eines Finanzierungsschlüssels für den Ausbau der Eisenbahnstrecke Feldkirch-Buchs im Hinblick auf die Realisierung einer S-Bahn mit der Republik Österreich und der ÖBB eingesetzt.

Grundlage für diese Entscheidung der Regierung bildet die während dem letzten Jahr gemeinsam mit Österreich aktualisierte Kostenzusammenstellung, wie es in einer Mitteilung vom Montag heisst. Das damalige Projekt wurde bezüglich Art und Umfang überprüft und weitestgehend bestätigt. Eine massgebliche Änderung stellt ein möglicher Halt des Railjets zwischen Wien und Zürich in Nendeln dar.

"Eine massgebliche Änderung stellt ein möglicher Halt des Railjets zwischen Wien und Zürich in Nendeln dar."

Die Regierung

"Die geplante S-Bahn verbindet die bestehende S-Bahn Vorarlberg und die S-Bahn St. Gallen zu einem regionalen Gesamtsystem", schreibt die Regierung. "Mit dem Projekt soll das Nahverkehrsangebot zwischen Feldkirch und Buchs verbessert werden, bestehende Haltestellen in Liechtenstein ausgebaut bzw. verlegt werden, die Kreuzungssituation der Bahn wie auch die Kreuzungssituationen mit dem Strassenverkehr verbessert und die Befahrbarkeit der Strecke auf definierten Abschnitten beschleunigt werden."

Für die Regierung stellt die Realisierung einer "S-Bahn Liechtenstein" ein wichtiges Projekt dar, welches sowohl für die Bevölkerung des Landes als auch für die Zu- und Wegpendler auf mittleren Distanzen ein attraktives regional und international integriertes Verkehrsmittel darstelle und den öffentlichen Verkehr mit einem leistungsfähigen Verkehrsmittel auf der Schiene ergänze.

"Sobald die Verhandlungen abgeschlossen sind, wird die Regierung entscheiden, ob die Realisierung einer S-Bahn Liechtenstein dem Landtag vorgelegt wird."

Die Regierung

Erste Gespräche Anfang Juli

Die ersten Gespräche zwischen dem Land Liechtenstein sowie der Republik Österreich und der ÖBB seien bereits auf Anfang Juli angesetzt. "Ziel ist es, die Verhandlungen bis Ende Jahr abzuschliessen", heisst es. "Aus Sicht der Regierung muss eine verursachergerechte und faire Kostenaufteilung vorliegen, welche die Nutzen aber auch die Lasten für Liechtenstein durch den Bahnbetrieb über sein Staatsgebiet in angemessener Weise berücksichtigt. Sobald die Verhandlungen abgeschlossen sind, wird die Regierung entscheiden, ob die Realisierung einer S-Bahn Liechtenstein dem Landtag vorgelegt wird."

Da die Diskussion über einzelne Aspekte des Verhandlungsmandats in der Öffentlichkeit die Verhandlungen direkt oder indirekt beeinflussen sowie allenfalls die liechtensteinische Verhandlungsposition schwächen könnten, werde über Einzelheiten des Verhandlungsmandats bis zum Abschluss der Verhandlungen keine weitergehende Information erteilt.

(ikr/red)

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