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Am Montag trafen sich die EFTA-Minister in Malbun um über die Freihandelspolitik und die Entwicklung im EWR-Raum zu sprechen. (Foto: ZVG)
Politik
Liechtenstein|25.06.2019

EFTA-Ministertreffen: Fortschritte bei Freihandel

MALBUN - Unter dem Vorsitz von Regierungsrätin Aurelia Frick fand am Montag in Malbun das Ministertreffen der EFTA-Staaten statt. Island wurde durch Aussenminister Gudlaugur Thordarson vertreten, Norwegen durch Handelsminister Torbjørn Røe Isaksen und die Schweiz durch Wirtschaftsminister Guy Parmelin. Im Zentrum der Gespräche standen die EFTA-Freihandelspolitik und aktuelle Entwicklungen im EWR. Daneben widmete sich das diesjährige Treffen auch dem Thema Handel und nachhaltige Entwicklung.

Am Montag trafen sich die EFTA-Minister in Malbun um über die Freihandelspolitik und die Entwicklung im EWR-Raum zu sprechen. (Foto: ZVG)

MALBUN - Unter dem Vorsitz von Regierungsrätin Aurelia Frick fand am Montag in Malbun das Ministertreffen der EFTA-Staaten statt. Island wurde durch Aussenminister Gudlaugur Thordarson vertreten, Norwegen durch Handelsminister Torbjørn Røe Isaksen und die Schweiz durch Wirtschaftsminister Guy Parmelin. Im Zentrum der Gespräche standen die EFTA-Freihandelspolitik und aktuelle Entwicklungen im EWR. Daneben widmete sich das diesjährige Treffen auch dem Thema Handel und nachhaltige Entwicklung.

Durch das Freihandelsnetz der EFTA verfüge Liechtenstein derzeit über 29 Freihandelsabkommen mit Zugang zu insgesamt 40 Ländern. Das Ministertreffen bot laut Aussendung der Regierung die Gelegenheit, auf politischer Ebene den aktuellen Stand der laufenden Freihandelsverhandlungen und deren Erfolgsaussichten, sowie die Möglichkeiten zur Aufnahme neuer Prozesse zu beurteilen. Dabei hätten die Minister die Bedeutung der EFTA-Freihandelsaktivitäten angesichts der wachsenden Spannungen und protektionistischen Tendenzen im Welthandel unterstrichen. Sie begrüssten die Fortschritte in den EFTA-Verhandlungen mit Mercosur, dem gemeinsamen Markt Südamerikas, und erwarten eine baldige Wiederaufnahme der Verhandlungen mit Indien und Malaysia.

Nachhaltige Entwicklung im Fokus

Im Zuge der Verabschiedung der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen hätten die EFTA-Staaten ihr Modellkapitel über Handel und nachhaltige Entwicklung aktualisiert und erweitert. Das neue Modell würde in künftigen EFTA-Verhandlungen als Verhandlungsgrundlage für Abkommensbestimmungen zu diesem Thema dienen. Die Minister hätten das neue Modell am Treffen in Malbun zur Kenntnis genommen und hätten die Bedeutung dieses Kapitels für die EFTA-Freihandelspolitik mit den EFTA-Parlamentariern und EFTA-Sozialpartnern diskutiert.

Ebenfalls im Zusammenhang mit dem Schwerpunktthema der nachhaltigen Entwicklung sei das Referat eines Vertreters des UNO-Umweltprogramms gestanden. Dieser legte gemäss Medienmitteilung anhand konkreter Beispiele das Potential von Handelsabkommen zur Stärkung von Massnahmen zum Umweltschutz und zur Bekämpfung des Klimawandels dar. Im Anschluss an das Referat hätten sich die Minister zusammen mit den EFTA-Parlamentariern und EFTA-Sozialpartnern über nationale Prioritäten auf diesem Gebiet ausgetauscht. Die Abgeordneten Elfried Hasler und Harry Quaderer vertraten Liechtenstein im Parlamentarierausschuss und im Konsultativkomitee nahmen Josef Beck, Geschäftsführer der Liechtensteinischen Industrie- und Handelskammer, sowie Sigi Langenbahn, Präsident des Liechtensteinischen Arbeitnehmerverbandes, teil.

Wichtigkeit des Binnenmarkts bestätigt

In Bezug auf den EWR bekräftigten die EWR/EFTA-Minister offenbar die Notwendigkeit des reibungslosen Zugangs zum EU-Binnenmarkt und würdigten die jüngsten Fortschritte beim Abbau des Übernahmerückstands. Rund 250 Finanzdienstleistungsrechtsakte hätten seit Jahresbeginn ins EWR-Abkommen übernommen werden können, darunter wichtige Rechtsakte im Zusammenhang mit dem Finanzplatz.

(red / ikr)

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