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Regierungschef Adrian Hasler. (Foto: MZ)
Landtag
Liechtenstein|05.06.2019 (Aktualisiert am 05.06.19 20:54)

"Liechtenstein Finance" übernimmt Vermarktung des Finanzplatzes

VADUZ - Der Landtag stimmte einem Unterstützungsbeitrag für den Verein "Liechtenstein Finance e.V." und damit einer Public-Private-Partnership mit der Finanzbranche zu. Der Verein wird sich nun der übergreifenden Vermarktung des Finanzplatzes widmen.

Regierungschef Adrian Hasler. (Foto: MZ)

VADUZ - Der Landtag stimmte einem Unterstützungsbeitrag für den Verein "Liechtenstein Finance e.V." und damit einer Public-Private-Partnership mit der Finanzbranche zu. Der Verein wird sich nun der übergreifenden Vermarktung des Finanzplatzes widmen.

"Um die Finanzplatzkommunikation umfassend umsetzen und weiterentwickeln zu können, sollte eine Organisation im Rahmen einer Public-Private-Partnership aufgebaut werden", wie es im Regierungsbericht heisst. Hierfür solle der bestehende Verein "Liechtenstein Finance e.V." genutzt werden, welcher mit neuen Statuten versehen wird. Dieser soll durch die Regierung und die Finanzplatzverbände finanziert und durch ein gemeinsam besetztes Steuerungsgremium geleitet werden. Das Land Liechtenstein wird sich nach der Zustimmung des Landtags mit 40 Prozent respektive höchstens 320'000 Franken pro Jahr (vorerst bis 2024) an den Kosten beteiligen.

Warum zahlens nicht die Banken und Treuhänder?

Mehrere Abgeordnete monierten noch, dass die Finanzbranche mit Blick auf ihre aussergewöhnlichen Gewinne diese Kosten gefälligst selbst tragen sollten, statt hierfür Steuergelder zu verwenden. Regierungschef Adrian Hasler argumentierte dagegen: "Es geht hierbei um die Vermittlung einer zentralen, übergeordneten Botschft für den Liechtensteiner Finanzplatz und nicht um Produktplazierung - sprich darum, Werbung für die Banken zu machen. Daran würden wir uns sicher nicht beteiligen." Ebenfalls betonte der Regierungschef, dass es sich beim Beitrag nicht um Mehrkosten, sondern eine Umschichtung handle - denn früher sei die Vermarktung des Finanzplatzes über einen Posten im Landesbudget gelaufen. Es koste den Steuerzahler schlussendlich also keinen Franken mehr, dafür könnten nun Synergien genutzt werden.

Schlussendlich stimmten 18 der 25 Abgeordneten für den Regierungsvorschlag.

Das Abstim­mungs­­resultat. (Bild: LT)
(hm)

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