Karlheinz Ospelt (links) soll seinen Posten räumen, fordert der Abgeordnete Thomas Lageder (Freie Liste). (Fotos: Zanghellini)
Politik
Liechtenstein|09.05.2019 (Aktualisiert am 10.05.19 09:07)

Lageder fordert Rücktritt von LIEmobil-Verwaltungsrat Ospelt

VADUZ - Weil sich der Vize-Verwaltungsratspräsident der LIEmobil, Karlheinz Ospelt, mehr für Autos als für den öffentlichen Verkehr einsetze, fordert der Landtagsabgeordnete Thomas Lageder (FL) dessen Rücktritt. Ospelt sei eine Fehlbesetzung. Dies beweise dessen Engagement gegen die Sperrung des Vaduzer Rheindamms.

Karlheinz Ospelt (links) soll seinen Posten räumen, fordert der Abgeordnete Thomas Lageder (Freie Liste). (Fotos: Zanghellini)

VADUZ - Weil sich der Vize-Verwaltungsratspräsident der LIEmobil, Karlheinz Ospelt, mehr für Autos als für den öffentlichen Verkehr einsetze, fordert der Landtagsabgeordnete Thomas Lageder (FL) dessen Rücktritt. Ospelt sei eine Fehlbesetzung. Dies beweise dessen Engagement gegen die Sperrung des Vaduzer Rheindamms.

Der Abgeordente Thomas Lageder (Freie Liste) fand viele lobende Worte für den Verkehrsbetrieb LIEmobil. Dessen Geschäftsbericht wurde am Donnerstag im Landtag besprochen.

Handlungsbedarf ortete Thomas Lageder dabei in der strategischen Führung: "Der Verwaltungsrat der LIEmobil ist nach wie vor nicht adäquat besetzt. Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass der Verwaltungsrat eher gegen die Interessen der LIEmobil handelt, als sich für den öffentlichen Verkehr einzusetzen", führte Lageder aus.

Im Speziellen sei dies beim Verwaltungsratsvizepräsidenten Karlheinz Ospelt der Fall. Die Diskussion um die Sperrung des Rheindamms in Vaduz zeige eindrücklich auf, dass Ospelt nicht geeignet sei, dieses Amt auszuführen. "Die Wertehaltung widerspricht den Werten der LIEmobil diametral", so Thomas Lageder.

Karlheinz Ospelt gehört einer Gruppe an, die gegen die Sperrung des Vaduzer Rheindamms für Autos mobil macht.

TV-Auftritt sorgt für Stirnrunzeln

Dabei stelle Ospelt seine persönlichen Interessen über die Interessen der LIEmobil und der Allgemeinheit. "Das macht den Verwaltungsratsvizepräsidenten, meiner Meinung nach, untragbar", fand Lageder klare Worte.

Der LIEmobil Verwaltungsratsvizepräsident bezeichne in einem Interview auf 1FLTV die Radfahrer und LIEmobil-Busse auf den Hauptstrassen als ursächlich für die Verkehrsprobleme und kritisiere Fussgängerstreifen und Verkehrsinseln als Behinderungen für den Autoverkehr.

"So soll vor allem die Verkehrskapazität für den motorisierten Individualverkehr erhöht werden, sagt der Verwaltungsratsvizepräsident der LIEmobil. So soll auch der Verkehrsfluss des motorisierten Individualverkehrs nicht durch Fahrbahnhaltestellen behindert werden, sagt der Verwaltungsratsvizepräsident der LIEmobil", verdeutlichte Lageder den Widerspruch zwischen Karlheinz Ospelt und seinem Verwaltungsratsposten.

Sein Fazit formulierte Lageder letztlich direkt an den betroffenen: "Ich fordere daher Karlheinz Ospelt zum Rücktritt aus dem Verwaltungsrat der LIEmobil auf."

Risch verspricht adäquate Nachfolge per 2020

Den Verkehrsminister Daniel Risch rief Lageder dazu auf, den Verwaltungsrat der LIEmobil so schnell wie möglich adäquat zu besetzen, "mit Personen die ÖV-affin sind, die auch mal selber in einem LIEmobil-Bus sitzen und nur schon daher wissen, was es braucht und um was es geht".

Verkehrsminister Risch sagte zur Brandrede von Lageder, dass "sämtliche Mitglieder des Verwaltungsrates" das Vertrauen der Regierung geniessen würden. Wenn es im kommenden Jahr - dann endet die Amtszeit von Karlheinz Ospelt - um die Suche nach Ersatz gehe, werde bestimmt auch eine gute Wahl getroffen, so Risch.

Im Zuge der Debatte stellte sich der Abgeordnete Günther Vogt (VU) explizit vor Karlheinz Ospelt. Vogt forderte von Lageder eine Entschuldigung.

(ds)

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