Am 4. April demonstrierten rund 80 Personen auf dem Peter-Kaiser-Platz. (Foto: Michael Zanghellini)
Politik
Liechtenstein|02.05.2019 (Aktualisiert am 02.05.19 14:21)

Demonstranten wollen Pedrazzini sehen, aber nicht mit ihm reden

VADUZ - Am 11. Mai findet bereits zum zweiten Mal eine Demonstration gegen die Kostenbelastung im Gesundheitswesen statt. Im Vorfeld rufen die Organisatoren nun den Gesundheitsminister dazu auf, ebenfalls an der Demonstration teilzunehmen. Dessen Gesprächsangebot ignorieren sie jedoch bis auf Weiteres.

Am 4. April demonstrierten rund 80 Personen auf dem Peter-Kaiser-Platz. (Foto: Michael Zanghellini)

VADUZ - Am 11. Mai findet bereits zum zweiten Mal eine Demonstration gegen die Kostenbelastung im Gesundheitswesen statt. Im Vorfeld rufen die Organisatoren nun den Gesundheitsminister dazu auf, ebenfalls an der Demonstration teilzunehmen. Dessen Gesprächsangebot ignorieren sie jedoch bis auf Weiteres.

Gesundheitsminister Mauro Pedrazzini hatte den Demonstranten bereits vor ihrer ersten Demo am 4. April angeboten, mit ihnen an einen Tisch zu sitzen. Sie hätten also die Möglichkeit ihre Anliegen direkt mit dem zuständigen Minister zu besprechen.

Ob dieses Angebot angenommen wird, müssten sie aber erst in der Gruppe besprechen, sagten Vertreter der Demonstranten dann während der Demo gegenüber Volksblatt.li.

Nun steht bereits die zweite Demonstration vor der Tür. Am 11. Mai soll diese auf dem Peter-Kaiser-Platz stattfinden.

Und das Gespräch mit dem Minister? "Die Demonstranten haben bis heute keinen Kontakt mit mir aufgenommen. Scheinbar scheint kein Interesse an einem Gespräch zu bestehen", erklärte Mauro Pedrazzini am Donnerstag auf Anfrage von Volksblatt.li. Dennoch bestehe sein Gesprächsangebot weiterhin, betont der Gesundheitsminister.

Die Position der Demonstranten bleibt jedoch unverändert. "Wir wollen noch warten", sagt Organisator Emrullah Karakoc auf Anfrage.

Pedrazzini zum "lauschen" eingeladen

Kontakt zum Minister wird aber offensichtlich weiterhin nur über die Zeitungen gesucht. In einem Leserbrief, der am Freitag im "Volksblatt" veröffentlicht wird, schreibt Karakoc: "Sehr geehrter Herr Gesundheitsminister, nachdem Sie uns offensichtlich bei der ersten Demonstration aus dem Oberstock des Regierungsgebäude Ihre Aufmerksamkeit geschenkt haben, aber sich in Zurückhaltung geübt haben sich unters Volk zu begeben, laden wir Sie herzlich zur nächsten Demonstration am 11. Mai ein, unseren Forderungen direkt persönlich zu lauschen."

Warum die Demonstranten die Einladung zum persönlichen Gespräch aber ignorieren, sagt Karakoc auf Rückfrage nicht. "Wenn der Minister zur Demonstration kommt, erhält er alle Antworten", so Karakoc. Antworten würden die Demonstranten am 11. Mai auch auf die Stellungnahme des Gesundheitsministers, die dieser zwischenzeitlch veröffentlicht hat.

Vielleicht würden sie zu einem späteren Zeitpunkt einem Gespräch aber doch noch zustimmen, lässt Karakoc die Tür doch noch einen Spalt offen.


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(ds)

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