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Politik
Liechtenstein|24.04.2019 (Aktualisiert am 24.04.19 11:54)

Kindeserziehung soll kein Loch in die Pensionskasse reissen

VADUZ - Die Landtagsfraktion der Vaterländischen Union (VU) will eine neue Sozialleistung für Eltern schaffen. Wer zum Zwecke der Kindeserziehung auf eine Erwerbsarbeit verzichtet, soll deswegen nicht länger einen Nachteil in der 2. Säule der Altersvorsorge hinnehmen müssen.

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VADUZ - Die Landtagsfraktion der Vaterländischen Union (VU) will eine neue Sozialleistung für Eltern schaffen. Wer zum Zwecke der Kindeserziehung auf eine Erwerbsarbeit verzichtet, soll deswegen nicht länger einen Nachteil in der 2. Säule der Altersvorsorge hinnehmen müssen.

Wenn Menschen zeitweise aus dem Berufsleben aussteigen, weil sie Eltern geworden sind, fällt nicht nur der Lohn weg. Es wirkt sich auch auf die Altersvorsorge aus.

Immerhin: Die 1. Säule - die AHV - kennt hier eine Sozialleistung, die dies abfedert. Die sogenannten Erziehungsgutschriften gewährleisten, dass während der Zeit der Kindeserziehung keine Einzahlungslücke entsteht.

Anders sieht es bei der 2. Säule - der betrieblichen Vorsorge (Penisonskasse) - aus. Hier entfallen die Sparbeiträge, sobald jemand keinen Lohn mehr erhält. Wer Teilzeit arbeitet, hat sinngemäss einen reduzierten Sparbeitrag zu verbuchen. Die Kindeserziehung wird also zum Nachteil. Sie reisst eine Lücke in die Altersvorsorge.

Das will die Landtagsfraktion der VU nun aber ändern. Mittels einer Motion fordern die Abgeordneten die Regierung auf, in Anlehnung an die Erziehungsgutschriften der AHV, eine neue Sozialleitsung zu schaffen. Das Ziel: Die Lücken in der Pensionskasse für jene Zeit, in der die Erwerbsarbeit zugunsten der Erziehungsaufgabe teilweise oder vollständig aufgegeben wird, zu schliessen.

Als Begründung für den Vorstoss führt die VU an, dass insbesondere Personen ohne eigene zweite Säule einem hohen Armutsrisiko ausgesetzt sind.

Um der Regierung den Auftrag zu erteilen, hier tätig zu werden, muss sich eine Mehrheit des Landtages für die VU-Motion aussprechen. Diese wird voraussichtlich in der Juni-Sitzung behandelt.

(ds)

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