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Lärm kann krank machen. (Foto: Shutterstock)
Politik
Liechtenstein|23.04.2019

Tag gegen Lärm: Am 24. April ist laut out

VADUZ - Immer mehr Menschen fühlen sich laut Regierung durch unnötigen Motorenlärm gestört. Am "Tag gegen Lärm" vom Mittwoch, 24. April 2019 wird unter dem Motto "Laut ist out" darauf aufmerksam gemacht, dass bei Lärmemissionen von Motorfahrzeugen auch das eigene Fahrverhalten entscheidend ist, so die Regierung in ihrer Aussendung.

Lärm kann krank machen. (Foto: Shutterstock)

VADUZ - Immer mehr Menschen fühlen sich laut Regierung durch unnötigen Motorenlärm gestört. Am "Tag gegen Lärm" vom Mittwoch, 24. April 2019 wird unter dem Motto "Laut ist out" darauf aufmerksam gemacht, dass bei Lärmemissionen von Motorfahrzeugen auch das eigene Fahrverhalten entscheidend ist, so die Regierung in ihrer Aussendung.

Am diesjährigen "Tag gegen Lärm" stünde übermässiger Lärm von Motorfahrzeugen (Motorräder, Autos) im Vordergrund. Dabei komme es laut Regierung hauptsächlich auf die Person an, die im Sattel bzw. hinter dem Lenker sitzt. Unnötiges Beschleunigen in kleinen Gängen sowie ein hochtouriger und immer an der Tempolimite orientierter Fahrstil - seien in der Regel sehr laut. Das Vergnügen an einem lauten Auftritt einer Einzelperson werde so über das Ruhebedürfnis von vielen gestellt, argumentiert die Regierung.

Beim Amt für Umwelt würde es beispielsweise immer wieder zu Lärmbeschwerden wegen überlauter Motorräder, obwohl diese nur einen kleinen Teil aller Fahrzeuge auf der Strasse ausmachen. Anwohner entlang stark befahrener Strassen oder beliebter Motorradstrecken würden durch einzelne rücksichtslose Motorradfahrer unnötig und übermässig beschallt.

Lärm macht krank

Lärm stresst und macht krank, wird in der Aussendung erinnert. Jede sechste in Liechtenstein wohnende Person sei von schädlichem Strassenlärm betroffen. Der menschliche Körper reagiere auf Stress  - beispielsweise störende Geräusche - mit der Ausschüttung von Stresshormonen. Diese bereiten durch die Steigerung von Blutdruck und Herzfrequenz die Fluchtreaktion in Körper vor. Sind diese Parameter dauerhaft erhöht, entstehen Gefässschäden, die zu Herzinfarkt, Hirnschlag und Diabetes führen können, heisst es weiter. Nächtliche Lärmstörungen seien besonders problematisch für die Gesundheit. Lärm stört das Ein- und Durchschlafen und verkürzt die für die Erholung wichtige Tiefschlafphase. Je mehr der Schlaf durch aufheulende Motoren gestört wird, desto mehr leide die Gesundheit.

Gesetzliche Grundlagen

Der Lärm von Fahrzeugen darf das technisch vermeidbare Mass nicht überschreiten, erklärt die Regierung die Gesetzeslage. Unnötig lärmsteigernde Eingriffe seien generell untersagt, so müssten bspw. Ersatz-Schalldämpfer ebenso wirksam sein wie ursprünglich zugelassene. Wie laut bestimmte Fahrzeuge genau sein dürfen, ist gesetzlich geregelt, wobei Liechtenstein die Grenzwerte der EU übernimmt. Die Grenzwerte gelten aber nur für genau definierte Fahrzeugzustände der Typenprüfung, auf der Strasse könne  dann massiv mehr Lärm verursacht werden. Aber auch der Fahrzeugführer stehe in der Pflicht, so sind vermeidbare Belästigung durch Lärm zu unterlassen, bspw. hohe Drehzahlen des Motors im Leerlauf, schnelles Beschleunigen beim Anfahren oder fortgesetztes unnötiges Herumfahren in Ortschaften.

Rücksichtnahme nützt allen

Durch eine umweltschonende und rücksichtsvolle Fahrweise mit tiefen Drehzahlen könne viel unnötiger Motorenlärm verhindert werden. Gerade an lärmsensiblen Orten und zu lärmsensiblen Zeiten sei Rücksicht angesagt. Eine angepasste Fahrweise nützt allen: Erholungssuchenden, Anwohnern und auch den Motorsportbegeisterten selbst. Halten sich alle an das Motto "Laut ist out" steht dem friedlichen Nebeneinander nichts mehr im Wege, schliesst die Aussendung.

(ikr/red)

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