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Politik
Liechtenstein|19.04.2019 (Aktualisiert am 19.04.19 18:08)

«Wer für etwas einsteht, muss bereit sein, auch mal anzuecken»

VADUZ - In der Mitte ihrer dritten und wohl letzten Amtszeit fordert Aussenministerin Aurelia Frick einen Kurswechsel: Die Politik müsse wieder lernen, die Sorgen vom Stammtisch aufzunehmen, ohne den Leuten nach dem Mund zu reden. Auf jeden Fall reiche es aber nicht aus, das Land von einem zum nächsten Finanzbeschluss zu verwalten.

VADUZ - In der Mitte ihrer dritten und wohl letzten Amtszeit fordert Aussenministerin Aurelia Frick einen Kurswechsel: Die Politik müsse wieder lernen, die Sorgen vom Stammtisch aufzunehmen, ohne den Leuten nach dem Mund zu reden. Auf jeden Fall reiche es aber nicht aus, das Land von einem zum nächsten Finanzbeschluss zu verwalten.

Für Aussenministerin Aurelia Frick endet 2021 wohl ihre Karriere in der Regierung. Grund dafür ist die Amtszeitbeschränkung, die in der Fortschrittlichen Bürgerpartei (FBP) für Regierungsräte gilt: Man darf höchstens dreimal antreten. Einzig für den Posten des Regierungschefs gilt diese Beschränkung nicht.

Wohin also führt der weitere Weg von Aurelia Frick? Wir haben die dienstälteste Regierungsrätin zu einem Gespräch getroffen.


Volksblatt.li: Frau Frick, nach zehn Jahren in der Regierung: Mit welchem Gefühl gehen Sie nun in diese letzte Halbzeit?

Aurelia Frick: Mit einem total guten Gefühl. Ich bin Vollblutpolitikerin und kann mir ein Leben ohne Politik eigentlich nicht vorstellen.

Trotzdem haben Sie bereits letzten Sommer ausgeschlossen, in die «Verlängerung» zu gehen. Wollen Sie wirklich nicht Regierungschefin werden?

Das ist eine reizvolle Frage, die mir schon oft gestellt wurde. Aber es wäre irgendwie systemfremd. In den letzten 300 Jahren war es immer so, dass Männer an der Spitze unseres Landes gestanden sind.

Jetzt sind Sie sarkastisch. Wer soll denn den ersten Schritt machen, wenn nicht Sie?

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(ds)

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