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Politik
Liechtenstein|17.04.2019 (Aktualisiert am 17.04.19 19:07)

So soll der digitale Staat geschaffen werden

VADUZ - Die Regierung hat die E-Government-Strategie aus dem Jahr 2008 auf den neusten Stand gebracht. Sie hält fest, in welchen Bereichen die Landesverwaltung digitalisiert werden soll.

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VADUZ - Die Regierung hat die E-Government-Strategie aus dem Jahr 2008 auf den neusten Stand gebracht. Sie hält fest, in welchen Bereichen die Landesverwaltung digitalisiert werden soll.

Bereits seit dem Jahr 2008 werden Dienstleistungen der Liechtensteinischen Landesverwaltung zunehmend auf elektronischem Weg angeboten. Gleichzeitig wurden die rechtlichen Rahmenbedingungen laufend weiterentwickelt.

Das E-Government sei heute integraler Bestandteil der staatlichen Tätigkeit, schreibt die Regierung in einer Mitteilung vom Mittwoch. Nun sei auch die E-Government-Strategie aktualisiert worden. Die Regierung betont dabei aber: Allen Bürgerinnen und Bürgern werde auch weiterhin ein nicht-elektronischer Zugang zu sämtlichen Leistungen der Verwaltung ermöglicht.

Nachfolgend die angestrebten Handlungsschwerpunkte im Wortlaut:

  • Bürgerportal und -konto: Die Landesverwaltung schafft ein Portal, das den Bürgern den Zugang zu den zentralen Verwaltungsinformationen und -leistungen ermöglicht. Das Bürgerportal ist thematisch aus Sicht des Kunden geordnet und
    integriert die Informationen aller Behörden. Durch Authentifizierung mit seiner elektronischen Identität (eID) erhält der Kunde Zugriff auf sein personalisiertes Bürgerkonto. Dort kann er auf seine behördlichen Daten zugreifen und diese in Verwaltungs- und Geschäftsprozessen weiterverwenden.
  • Unternehmensportal und -konto: Die Landesverwaltung schafft ein Portal, das den Unternehmen den Zugang zu den zentralen Verwaltungsinformationen und -leistungen ermöglicht. Das Unternehmensportal ist thematisch aus Sicht des Kunden geordnet
    und integriert die Informationen aller Behörden. Im Unternehmenskonto können Unternehmen Verfahren initiieren, ihren Meldepflichten gebündelt nachkommen oder auch Einsicht auf ihre Daten haben. Die Bündelung der Meldepflichten der Unternehmer,
    die einmal geleistet wurde, kann so an unterschiedliche Stellen weitergeleitet werden. Eine zentrale Funktion hierfür ist ein
    Vollmachten-Management, über welches Vollmachten an Mitarbeitende erteilt werden können.
  • Integrierte E-Government Basisdienste: Die Verwaltung stellt Basisdienste wie z.B. eID, eSignatur, eZustellung, ePayment,
    eRechnung oder die elektronische Aktenführung bereit, die für eine Vielzahl von elektronischen Dienstleistungen der Landesverwaltung verwendbar sind. Soweit möglich werden diese Basisdienste auch anderen staatlichen Institutionen zur Verfügung gestellt.
  • LiConnect: Mit einer internetgestützten Plattform (LiConnect) werden Daten aus unterschiedlichen Datenquellen der Landesverwaltung vernetzt, um Bürgern oder Unternehmen effiziente Verwaltungsleistungen zu ermöglichen. LiConnect schafft auch für die Wirtschaft einen Zugang zu Datenquellen und bietet eine Plattform zwischen Unternehmen untereinander. Der Zugang zu den Datenquellen wird durch Gesetze oder Ermächtigung der Bürger oder Unternehmen geregelt.
  • Sicherstellung der Datensicherheit: Die Landesverwaltung setzt für ihre IT-Systeme Sicherheitsvorgaben, die regelmässig überprüft werden, um die Vertraulichkeit, die Integrität und die Verfügbarkeit der Daten zu gewährleisten. Diese Datensicherheit wird durch technische und organisatorische Massnahmen mit ausreichenden Sicherheitsstandards erreicht. Externe IT-Systeme, die Schnittstellen zur Verwaltung nutzen, müssen definierte Anforderungen in Bezug auf die Datensicherheit einhalten.
(red/ikr)

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