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Künftig wird der Rheindamm Vaduz allein den Radfahrern gehören. (Foto: Michael Zanghellini)
Politik
Liechtenstein|17.04.2019 (Aktualisiert am 17.04.19 17:05)

Vaduz führt Fahrverbot auf Rheindamm ein

VADUZ - Die Gemeinde Vaduz informierte am Mittwochvormittag auf einer Pressekonferenz, dass es künftig auf dem Rheindamm von der Oberen Rüttigass bis zum Rheinpark Stadion ein Fahrverbot für motorisierte Fahrzeuge geben wird. Daran änderte auch die am Dienstag eingereichte Petition nichts. Allerdings könnte der neue Gemeinderat die Entscheidung wieder aufheben.

Künftig wird der Rheindamm Vaduz allein den Radfahrern gehören. (Foto: Michael Zanghellini)

VADUZ - Die Gemeinde Vaduz informierte am Mittwochvormittag auf einer Pressekonferenz, dass es künftig auf dem Rheindamm von der Oberen Rüttigass bis zum Rheinpark Stadion ein Fahrverbot für motorisierte Fahrzeuge geben wird. Daran änderte auch die am Dienstag eingereichte Petition nichts. Allerdings könnte der neue Gemeinderat die Entscheidung wieder aufheben.

Das Fahrverbot zwischen der Lettstrasse und Oberen Rüttigasse für den motorisierten Verkehr soll im Zuge der Eröffnung der neuen Langsamverkehrsbrücke Vaduz-Buchs erfolgen. Der Gemeinderat befürwortete dies in seiner Sitzung vom 26. März.

Schon der Verkehrsrichtplan der Gemeinde sieht in diesem Bereich Massnahmen vor, welche die Sicherheit der Fussgänger und Radfahrer erhöhen und Konflikte mit dem motorisierten Verkehr vermeiden soll. Die Gemeinde Vaduz hat im Vorfeld Verkehrsingenieure damit beauftragt, die entsprechenden Entscheidungsgrundlagen zu erarbeiten, wie diese Massnahmen umgesetzt werden können.

Im Zuge der Prüfung wurden sieben mögliche Lösungsansätze aufgezeigt, welche die Konflikte zwischen Velos und Kraftfahrzeugen minimieren oder gar beheben sollen. Darunter beispielsweise Tempo 30. Da der Rheindamm mit 4,25 Meter allerdings zu schmal ist, führe dies zu keiner massgeblichen Verbesserung für den Langsamverkehr. Ein Ausbau der Strasse würde zwar Verbesserungen mit sich bringen, aber den Rheindamm gleichzeitig auch für den motorisierten Verkehr aufwerten. Eine Alternative wäre auch ein eigenständiger Fuss- und Radweg: Der Wuhrweg unterhalb des Dammes sei dafür aber zu schmal. Für einen eigenen Weg auf Höhe des Rheindamms müsste dieser um 4 Meter verbreitert werden.

Die beste Variante stellte daher das Fahrverbot auf dem Rheindamm dar. Dies befürworteten nicht nur der Gemeinerat, sondern auch das Amt für Bau und Infrastruktur als auch der Verkehrsclub Liechtenstein. Gemäss einer Verkehrsuntersuchung aus dem Jahr 2013 sind die Auswirkungen einer Sperre des Rheindamms untersucht worden. Demnach führe eine solche zu einer verträglichen Verlagerung des motorisierten Verkehrs auf die umliegenden Strassen. 

(df)

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