FBP-Vorsteherkandidat Tino Quaderer: «Der Vorsteher muss für alle Einwohnerinnen und Einwohner gleichermassen da sein.» (Foto: ZVG)
Politik
Liechtenstein|28.03.2019

Tino Quaderer: «Der zweite Wahlgang beginnt bei null»

ESCHEN - In Eschen-Nendeln kommt es am 14. April zu einer Stichwohl zwischen den Vorsteherkandidaten Tino Quaderer (FBP) und Leo Kranz (DPL). Trotz seines Vorsprungs im ersten Wahlgang ist Quaderer überzeugt, dass beim zweiten Urnengang die Karten neu gemischt werden und die Wahlbeteiligung zum entscheidenden Faktor werden könnte.

FBP-Vorsteherkandidat Tino Quaderer: «Der Vorsteher muss für alle Einwohnerinnen und Einwohner gleichermassen da sein.» (Foto: ZVG)

ESCHEN - In Eschen-Nendeln kommt es am 14. April zu einer Stichwohl zwischen den Vorsteherkandidaten Tino Quaderer (FBP) und Leo Kranz (DPL). Trotz seines Vorsprungs im ersten Wahlgang ist Quaderer überzeugt, dass beim zweiten Urnengang die Karten neu gemischt werden und die Wahlbeteiligung zum entscheidenden Faktor werden könnte.

«Volksblatt»: Ihr Ergebnis beim ersten Wahlgang war eine der Überraschungen des vergangenen Wahlsonntags. Waren Sie selbst auch überrascht?
Tino Quaderer: Natürlich habe ich mir im Vorfeld ein gutes Ergebnis erhofft, aber ich hätte nicht damit gerechnet, bei vier Kandidaten fast 41 Prozent der Stimmen zu erhalten. Dieses für mich doch überraschende Ergebnis hat mich persönlich berührt und enorm gefreut. Für diese Unterstützung und das Vertrauen möchte ich mich daher bei den Wählerinnen und Wähler herzlich bedanken.

Müsste mit diesem Vorsprung aus dem ersten Wahlgang der zweite Wahlgang eigentlich nur noch ­Formsache sein?
Nein, im Gegenteil. Dadurch, dass statt vier nur noch zwei Kandidaten antreten, werden bei gleichbleibender Wahlbeteiligung rund 540 Stimmen neu verteilt. Das kann je nachdem das Ergebnis komplett auf den Kopf stellen. Daher sehe ich es so, dass die verbleibenden zwei Kandidaten beim zweiten Wahlgang eigentlich wieder bei null starten. Zumal es noch einen weiteren Faktor gibt, der für Spannung sorgen könnte, nämlich die Wahlbeteiligung.

Welchen Einfluss könnte die Wahlbeteiligung auf den zweiten Wahlgang haben?
Oftmals ist es so, dass bei zweiten Wahlgängen die Wahlbeteiligung deutlich tiefer ausfällt. Die Frage ist daher, wie sich das auf das Ergebnis auswirkt. In der Regel geht man davon aus, dass Kandidaten von Parteien wie der DPL von einer sinkenden Wahlbeteiligung profitieren, da es diesen Parteien oftmals besser gelingt, die eigenen Sympathisanten zu mobilisieren. Daher ist es wichtig, dass möglichst viele Wählerinnen und Wähler auch beim zweiten Wahlgang wählen gehen.

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