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Der FBP-Vorsteherkandidat in Triesen, Remy Kindle. (Foto: Michael Zanghellini)
Politik
Liechtenstein|28.03.2019

Remy Kindle: «Sie entscheiden, wie Triesen geführt werden soll»

TRIESEN - Im ersten Wahlgang vom vergangenen Wochenende konnten die Vorsteherwahlen in Triesen noch nicht entschieden werden. Remy Kindle, Vorsteherkandidat der FBP Triesen, ist für den zweiten Wahlgang am 14. April dennoch sehr zuversichtlich.

Der FBP-Vorsteherkandidat in Triesen, Remy Kindle. (Foto: Michael Zanghellini)

TRIESEN - Im ersten Wahlgang vom vergangenen Wochenende konnten die Vorsteherwahlen in Triesen noch nicht entschieden werden. Remy Kindle, Vorsteherkandidat der FBP Triesen, ist für den zweiten Wahlgang am 14. April dennoch sehr zuversichtlich.

«Volksblatt»: Herr Kindle, im ersten Wahlgang konnte keiner der drei Vorsteherkandidaten das absolute Mehr erreichen. Es kommt zu einem zweiten Wahlgang. Wie ist Ihre Stimmungslage?
Remy Kindle: Sobald sich mehr als zwei Kandidaten um das Vorsteheramt bewerben, kann man eigentlich davon ausgehen, dass es zwei Wahlgänge geben wird. Meine Stimmung ist positiv, ich bin optimistisch, obwohl ich natürlich über den zweiten Platz nicht glücklich bin.

Mit Vorsteherkandidat Thomas Rehak von den DPL scheidet ein Anwärter für den zweiten Wahlgang aus. Was bedeutet dies?
Mit dem Rückzug von Thomas sind die Karten neu gemischt, die Ausgangslage ist offen. Ich schaue optimistisch nach vorne und leiste weiterhin Überzeugungsarbeit für mein Programm.

Sie sprechen Ihr Programm an. Über was entscheiden die Triesnerinnen und Triesner am 14. April?
Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger werden nicht nur darüber entscheiden, wer die Gemeinde führen soll. Insbesondere wird an der Urne darüber befunden, wie die Gemeinde geführt und weiterentwickelt wird. Und in dieser Frage bin ich überzeugt, dass ich und die FBP die konkreteren und besseren Ideen anbieten.

«Ich muss aufgrund meiner Unvorgenommenheit keine wankelmütigen Kompromisse eingehen.»

Remy Kindle

Für Sie ist das «wie» ein wichtiger Faktor. Was meinen Sie damit?
Obwohl ich meine Erfahrungen und mein Wissen aus 12 Jahren als früherer Gemeinderat mitbringe, bin ich ein neuer Kandidat. Neu bedeutet, dass ich komplett unvoreingenommen bin. Ich bin weder belastet noch inhaltlich an etwas gebunden, woran ich als Amtsträger beteiligt war. Meine Unvoreingenommenheit bedeutet also, dass ich keine wankelmütigen Kompromisse eingehen muss, um allfällige, frühere Aussagen zu schützen oder gar aufzuweichen.
Ich werde die Bevölkerung in Sachfragen um ihre Meinung bitten und diese dann frei und ehrlich zur Entscheidung bringen. Ich muss dabei keine Rücksicht auf eine persönliche, politisch-inhaltliche Vergangenheit in einem Amt oder auf eine Parteihaltung nehmen.

Ganz konkret: was bieten Sie an?
Ich möchte ein Vorsteher für alle Einwohnerinnen und Einwohner sein. Jeder wird in die Entscheidungen eingebunden. Ich werde aktiv Ideen, Meinungen, aber auch Kritik abholen und in die Entscheidungsfindungen einfliessen lassen. Ich werde oft draussen vor Ort sein und persönliche Gespräche suchen. Das Miteinander für gute Lösungen ist für mich ein zentraler Faktor einer erfolgreichen Politik. Daran lasse ich mich messen.
Zudem ist mir wichtig, dass Triesen ein attraktiver Wohnort bleibt. Mit tiefen Steuern und Gebühren, und auch mit Vergünstigungen sollen Familien mit Kindern, aber auch Rentner von unseren Vorteilen profitieren können. Dieses Gesamtpaket bietet eine hohe Lebensqualität.
Darüber hinaus ist klar, dass ich mich für den Erhalt und den Ausbau unserer fantastischen Lebensräume einsetze. Ökologie, aber auch der wichtige Spagat zwischen Tradition und Moderne sind Eckpfeiler meiner Politik. Man soll sich in Triesen in allen Lebenslagen wohlfühlen: sei es in der Freizeit, in gesunden Vereinen, aber auch wirtschaftlich und in den Wohnquartieren.

«Ich werde aktiv Ideen, Meinungen, aber auch Kritik abholen.»

Remy Kindle

Etliche Jungwähler sind vielleicht noch unentschlossen, wem sie bei der Vorsteherwahl das Vertrauen schenken sollen. Was bieten Sie den Jugendlichen an?
Als Vater von vier Töchtern erfahre ich täglich, dass Jugendliche tolle Ideen haben. Und diese Ideen müssen gehört werden. Als Vorsteher biete ich unserer jungen Generation an, in einem Jugendrat aktiv Bedürfnisse und Ideen einzubringen. Die Arbeit dieses Jugendrates werde ich im Gemeinderat zur Umsetzung bringen. Und das darf auch etwas kosten, denn die Jugendlichen von heute sind unser gesellschaftliches Kapital von morgen. Meine persönliche Einladung an die Jungwähler steht also: ich werde euch Raum geben, eure Anliegen direkt einzubringen und bin dafür besorgt, entsprechende Ideen auch umzusetzen.

Zu guter Letzt: was wünschen Sie sich für die kommenden Tage bis zur Entscheidung?
Ich danke den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern, dass sie bei ihrer Wahl abwägen und entscheiden, wie Triesen weiterentwickelt wird. Ebenso wägen die Stimmberechtigten ab, wie Triesen nach innen und aussen vertreten und positioniert wird. Eine funktionierende Zusammenarbeit auf Gemeindeebene und auch regional sind mir grosse Anliegen. Als unvoreingenommener und unbelasteter Teamplayer biete ich das ehrliche und konstruktive «Miteinander» an. Das ist mir sehr wichtig. Und das mit Engagement, Herzblut und Sachverstand. Ihre Stimme zählt.

(hm)

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