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Politik
Liechtenstein|27.03.2019 (Aktualisiert am 27.03.19 12:23)

Corina Vogt-Beck: «Vielen Men­schen wurde erst durch uns bewusst, dass man Frauen gezielt wählen muss»

TRIESENBERG - Corina Vogt-Beck macht im Vorstand von Hoi Quote seit den letzten Landtagswahlen im Jahr 2017 für einen höheren Frauenanteil in der Politik mobil. Die Ergebnisse der Gemeindewahlen sind für sie aber längst kein Grund zum Zurücklehnen.

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TRIESENBERG - Corina Vogt-Beck macht im Vorstand von Hoi Quote seit den letzten Landtagswahlen im Jahr 2017 für einen höheren Frauenanteil in der Politik mobil. Die Ergebnisse der Gemeindewahlen sind für sie aber längst kein Grund zum Zurücklehnen.

FL-Copräsident Pepo Frick gratuliert der sichtlich über­raschten Corina Vogt-Beck zum Einzug in den Triesenberger Gemeinderat. (Foto: Paul Trum­mer)

«Volksblatt»: Frau Vogt-Beck, herzliche Gratulation zu Ihrem Einzug in den Triesenberger Gemeinderat. Sie meinten auf Facebook, Sie hätten nicht damit gerechnet – warum eigentlich nicht?

Corina Vogt-Beck: Erstens wurde die Freie Liste (FL) in Triesenberg noch nie in den Gemeinderat gewählt. Zweitens liegt dies in meiner Person selbst begründet: Ich habe in den vergangenen zwei Jahren sehr polarisiert. Auch in meinem persönlichen Umfeld hiess es, dass es wohl sehr schwer wird. Jetzt sind aber alle überrascht und erfreut.

Wollten die Triesenberger vielleicht auch erreichen, dass Sie sich nun einmal selbst beweisen sollen, nachdem Sie sich in der Vergangenheit ja immer lautstark für einen höheren Frauenanteil eingesetzt haben?

Ja, ich denke schon. Ich wollte in den vergangenen Monaten auch zeigen, dass ich als Person ein vielfältigeres Interessens- und Wissensgebiet habe: Ich bin nicht nur an Gender-Themen interessiert. Ich glaube, das ist bei den Menschen angekommen. Man hat gemerkt, dass ich in anderen Bereichen auch Mut und Engagement zeige.

Nachdem der noch amtierende Gemeinderat durchgehend männlich besetzt ist, kommen mit Gertrud Vogt (VBP), Barbara Welte-Beck (VU) und Alexandra Roth-Schädler (VU) neben dir noch weitere drei Frauen in den Gemeinderat. Inwiefern wird sich der höhere Frauenanteil auf die Arbeit im Gemeinderat auswirken?

Das war die zweitgrösste Überraschung bei diesen Wahlen, das hat mich riesig gefreut. Auf der einen Seite wird sich der höhere Frauenanteil nicht gross auswirken, weil Frauen ja ebenso vielfältig sind in ihren Themen, Wissensgebieten und politischen Einstellungen wie Männer. Es wurden aus verschiedensten Parteien Frauen gewählt mit unterschiedlichen Haltungen. Aber ich glaube andererseits, dass sich die Diskussion und Zusammenarbeit verändern werden. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass in der Wirtschaft gemischte Teams besser arbeiten als rein männliche Teams. Das wird auch im Gemeinderat so sein.

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(df)

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