(Foto: Michael Zanghellini)
Politik
Liechtenstein|13.03.2019 (Aktualisiert am 13.03.19 10:39)

Neue Kosten für S-Bahn "FL-A-CH" noch nicht fixiert

WIEN/VADUZ - Eigentlich hätten die aktualisierten Kosten für die S-Bahn "FL-A-CH" Ende Januar vorliegen sollen. Noch immer lassen die Zahlen aber auf sich warten.

(Foto: Michael Zanghellini)

WIEN/VADUZ - Eigentlich hätten die aktualisierten Kosten für die S-Bahn "FL-A-CH" Ende Januar vorliegen sollen. Noch immer lassen die Zahlen aber auf sich warten.

Neue, aktuelle Zahlen wurden erst auf Ende Januar und dann für den Februar versprochen. Nun heisst es aus dem österreichischen Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BVIT), dass das Mandat zu Verhandlungen auf Beamtenebene im Laufe des März erteilt werden könne, berichteten die "Vorarlberger Nachrichten" (VN). Während es aus dem Verkehrsministerium im Wien heisst, dass die Höhe und Zuordnung der Zahlen zwischen Liechtenstein und Österreich abgestimmt sei, erklärt man im Liechtensteiner Verkehrsministerium, dass sich die Abstimmung in der Schlussphase befinde. „Gerne unterstreiche ich, dass von beiden Seiten nach wie vor die feste Absicht besteht, das Projekt und dessen Finanzierung so weit aufzubereiten, dass die nötigen politischen Entscheidungen in beiden Ländern zeitnah herbeigeführt werden können“, betonte Infrastrukturminister Daniel Risch auf VN-Anfrage.

Verhandlungen auf Beamtenbasis

Der nächste Schritt werden jedenfalls Verhandlungen über die Verteilung der Kosten auf Beamtenbasis sein. Hierfür benötigt man in Vaduz allerdings ein neues Mandat der Regierung, da die Gespräche 2015 im Fürstentum offiziell sistiert wurden. Das erfolgte als Reaktion auf Begehren aus Österreich, die Kosten nachzuverhandeln. Die ursprüngliche Vereinbarung war, dass Österreich das Bahnnetz ausbaut, Liechtenstein sich dagegen um die Bahnnebeninfrastruktur wie etwa die Bahnhöfe (finanziell) kümmert. Ursprüngliche Kostenschätzungen beliefen sich auf etwa 90 Millionen Euro für die betroffene Verbindung auf dem Staatsgebiet des Fürstentums Liechtenstein.

Noch ist genügend Zeit, aber das Zeitfenster für das Projekt einer Schnellbahnverbindung wird kleiner: Es gibt eine gültige Umweltverträglichkeitsprüfung von 2015, diese läuft aber 2025 aus. Zu lange dürfen die Verhandlungspartner deshalb nicht zuwarten, denn eine neue UVP würde das Projekt wahrscheinlich um mehrere Jahre zurückwerfen. Das will aktuell, das kann man den Stellungnahmen entnehmen, niemand.

(df)

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