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Politik
Liechtenstein|02.03.2019

Krankenkassenprämie belastet Liechtensteiner weniger als Schweizer

VADUZ - Schweizer würden derzeit durchschnittlich 14 Prozent ihres verfügbaren Einkommens für die Krankenkassen ausgeben, so die Schweizer Sozialdemokraten. Sie fordern in einer Initiative, dass nach Abzug der Prämienverbilligung niemand mehr als 10 Prozent seines verfügbaren Einkommens für die Krankenkassenprämien zahlen soll. Wie eine Kleine Anfrage des FBP-Abgeordneten Elfried Haslers ergab, liegt die Belastung durch die OKP-Prämien in Liechtenstein deutlich unter dieser Grenze. Dies unter anderem auch wegen des Arbeitgeberbeitrags und der Befreiung von Kindern und Jugendlichen von der Prämie und der Kostenbeteiligung.

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VADUZ - Schweizer würden derzeit durchschnittlich 14 Prozent ihres verfügbaren Einkommens für die Krankenkassen ausgeben, so die Schweizer Sozialdemokraten. Sie fordern in einer Initiative, dass nach Abzug der Prämienverbilligung niemand mehr als 10 Prozent seines verfügbaren Einkommens für die Krankenkassenprämien zahlen soll. Wie eine Kleine Anfrage des FBP-Abgeordneten Elfried Haslers ergab, liegt die Belastung durch die OKP-Prämien in Liechtenstein deutlich unter dieser Grenze. Dies unter anderem auch wegen des Arbeitgeberbeitrags und der Befreiung von Kindern und Jugendlichen von der Prämie und der Kostenbeteiligung.

Niemand soll – nach Abzug der Prämienverbilligung – mehr als 10 Prozent seines verfügbaren Einkommens für die Krankenkassenprämien zahlen, fordert die Schweizer SP und startete eine entsprechende Initiative. Ein berechtigtes Anliegen, das in Liechtenstein sicher auch jeder sofort unterschreiben würde, schliesslich geht monatlich mehr als genug Geld für die Versicherung drauf. So beträgt die durchschnittliche OKP-Prämie derzeit 341.10 Franken.

Liechtenstein unter der SP-Grenze

Mit ihrer Forderung würde die SP in Liechtenstein allerdings nur offene Türen einrennen. Wie eine Kleine Anfrage des FBP-Abgeordneten Elfried Hasler im März-Landtag ergab, liegt die Belastung durch die OKP-Prämie nämlich weit unter 10 Prozent. Rein rechnerisch könnte diese nur bei niedrigen Einkommen von 10 000 Franken pro Jahr über der von der SP festgelegten Grenze liegen. «Es ist davon auszugehen, dass in diesen Fällen Unterstützungssysteme wie die wirtschaftliche Sozialhilfe oder Ergänzungsleistungen die Krankenkassenprämien abdecken», antwortete Gesellschaftsminister Mauro Pedrazzini. Neben der Prämienverbilligung, die auch die Schweiz als Entlastungsmassnahme für Einkommensschwache kennt, übernimmt zudem der Arbeitgeber einen Teil der Prämie.

Hasler wollte anhand konkreter Beispiele wissen, wie gross die Belastung durch die Krankenversicherung ist. Um das verfügbare Einkommen zu ermitteln, sollten 80 Prozent des Bruttolohns als Orientierung herangezogen werden. Anhand dieser Vorgaben zeigte Regierungsrat Pedrazzini beispielsweise auf, dass jemand mit einer Vollzeitstelle und einem Bruttolohn von 60 000 Franken 4,3 Prozent seines verfügbaren Einkommens für die OKP-Prämien aufwenden muss (siehe Tabelle).

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