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Der VU-Abgeordnete Manfred Kaufmann kam mit seinem Antrag über Paragraf 208 durch. (Foto: MZ)
Politik
Liechtenstein|28.02.2019 (Aktualisiert am 28.02.19 13:14)

Sexualstrafrecht: VU-Verschärfungsantrag kommt durch

VADUZ - Die Strafrechtsänderung, die das Gesetz an den aktuellen Zeitgeist anpassen soll, stand heute im Landtag zur Schlussdebatte. Im Mittelpunkt: Ein Änderungsantrag von Manfred Kaufmann (VU) mit Blick auf sexuellen Missbrauch. Schlussendlich kam sein Antrag zur Verschärfung der Strafen im Landtag knapp durch.

Der VU-Abgeordnete Manfred Kaufmann kam mit seinem Antrag über Paragraf 208 durch. (Foto: MZ)

VADUZ - Die Strafrechtsänderung, die das Gesetz an den aktuellen Zeitgeist anpassen soll, stand heute im Landtag zur Schlussdebatte. Im Mittelpunkt: Ein Änderungsantrag von Manfred Kaufmann (VU) mit Blick auf sexuellen Missbrauch. Schlussendlich kam sein Antrag zur Verschärfung der Strafen im Landtag knapp durch.

Mit der anstehenden 361 Seiten starken Reform soll das liechtensteinische Strafrecht an ein zeitgemässes Rechtsverständnis herangeführt und so wieder an die österreichische Rezeptionsvorlage von 2015 angepasst werden. Bislang war es stets so, dass Vermögensdelikte im Vergleich zu Delikten gegen Leib und Leben deutlich härter bestraft wurden. Ein Fakt, der vor allem auch im Bereich der Sexualdelikte immer wieder für öffentlichen Unmut sorgte.

Das Wichtigste zuerst: Allen im Landtag und der Regierung ist es ein grosses Anliegen, Sexualstraftäter angemessen zu bestrafen, wie Justizministerin Aurelia Frick betonte - anlehnend an ähnliche Äusserungen der Votierenden. Trotzdem waren es dann Fragen nach der Höhe der Bestrafung bei sexuellem Missbrauch, die für längere Diskussionen in erster und zweiter Lesung sorgten. Zu letztgenannter hatte Manfred Kaufmann (VU) einen Änderungsantrag für den Paragrafen 208 eingebracht. Kaufmann wünscht darin ein höheres Strafmass, als es die Regierungsvorlage vorsieht. 

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