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Zufriedene Gesichter bei den Unabhängigen. (Foto: DF)
Politik
Liechtenstein|25.11.2018 (Aktualisiert am 26.11.18 11:08)

Feierstimmung bei den Gegnern der „Tour de Ski“

SCHAAN - Mit Spannung erwarteten die Unabhängigen die Ergebnisse der Abstimmung zur „Tour de Ski“ in der Central Garage in Schaan. Schon im Vorfeld zeigten sich die Gegner des Langlaufevents im Vaduzer Städtle überzeugt, dass es wohl keine „Zitterpartie“ werden würde. Die späteren Ergebnisse sollten diese Zuversicht bestätigen.  

Zufriedene Gesichter bei den Unabhängigen. (Foto: DF)

SCHAAN - Mit Spannung erwarteten die Unabhängigen die Ergebnisse der Abstimmung zur „Tour de Ski“ in der Central Garage in Schaan. Schon im Vorfeld zeigten sich die Gegner des Langlaufevents im Vaduzer Städtle überzeugt, dass es wohl keine „Zitterpartie“ werden würde. Die späteren Ergebnisse sollten diese Zuversicht bestätigen.  

„Es wird sicher keine Zitterpartie, wir rechnen mit einem klaren Nein“, meinten die zunächst fünf anwesenden DU-ler kurz nach Mittag. Die ersten Ergebnisse aus Planken, die um 12.22 Uhr feststanden, gaben dieser Erwartung Auftrieb: 61,1 Prozent stimmten gegen den vom Landtag im September genehmigten Verpflichtungskredit von 800 000 Franken für die Durchführung der beiden Weltcup-Rennen in den Wintern 2019/2020 und 2020/2021. 

Auch die nachfolgenden Gemeinden vermochten das Blatt nicht mehr zu wenden. Im Gegenteil: Auch in Gamprin (60,1 Prozent), Eschen (62,8 Prozent), Schellenberg (60,4 Prozent), Triesenberg (57,1 Prozent), Ruggell (59,2 Prozent), Schaan (58,6 Prozent), Balzers (63,1 Prozent), Mauren (66,8 Prozent), Triesen (57,9 Prozent) stimmten die Bürger klar gegen das Projekt. Einzig in Vaduz, wo die „Tour de Ski“ ausgetragen worden wäre, kam es zu einem knappen Ja (50,3 Prozent). 

"Die hohe Stimmbeteiligung zeigt, dass den Liechtensteinern das Thema wichtig war und dass es auch richtig war, das Referendum zu ergreifen, damit die 'Tour de Ski' vors Volk gebracht werden konnte", bedankte sich das Referendumskomitee später per Mitteilung beim Volk. "Wir waren von Anfang an überzeugt, dass dieses Vorhaben in der Bevölkerung bei der Mehrheit der Leute wohl auf wenig Zustimmung stossen würde." Auch der Finanzbeschluss des Landtags sei mit 14 Jastimmen eher knapp ausgefallen.

Das Referendumskomitee sieht sich gemäss Mitteilung bestätigt, dass auch die Mehrheit der Bevölkerung den Finanzbeschluss des Landtags ähnlich sieht: "Es ist vor dem Hintergrund der Sparmassnahmen, die in den letzten Jahren notwendig waren, und mit Blick auf die ökologische Belastung, die der Anlass mit sich bringt, nicht gerechtfertigt für einen derartige Veranstaltung so viel Geld von der öffentlichen Hand auszugeben."

Das Abstimmungsergebnis sei auch ein Beweis dafür, dass das demokratische Instrument des Referendums in Liechtensteins Staatsgefüge von zentraler Bedeutung sei.

(df)

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