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Foto: Michael Zanghellini
Kommentar
Liechtenstein|07.11.2018 (Aktualisiert am 07.11.18 16:22)

Die Regierung hat die Sachebene verlassen

Im Gegensatz zu einer Interessensgruppierung muss die Regierung in einem Abstimmungskampf konsequent auf sachliche Argumente setzen, findet unser Volontär David Sele. Ein Kommentar.

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Im Gegensatz zu einer Interessensgruppierung muss die Regierung in einem Abstimmungskampf konsequent auf sachliche Argumente setzen, findet unser Volontär David Sele. Ein Kommentar.

Die vom «Volksblatt» organisierte Podiumsdiskussion vom Dienstagabend hat die Argumente für und gegen die Tour de Ski «Uf a Punkt.» gebracht. Alle mündigen Bürgerinnen und Bürger können sich nun ihre eigene Meinung bilden und entscheiden, ob sie am 25. November ein «Ja» oder ein «Nein» in die Urne legen wollen.

Oder etwa doch nicht? Die Regierung zweifelt offenbar an dieser Mündigkeit. Sie lud am 31. Oktober ebenfalls zu einer Podiumsdiskussion – und begründete dies mit der Pflicht, die Bevölkerung umfassend und ausgewogen zu informieren. Als Podiumsgäste kündigte die Regierung 4 Befürworter und nur 2 Gegner an, wobei ein Befürworter («Büxi») dann doch noch ins Publikum verfrachtet und erst im Zuge des Events für eine flammende Pro-Rede auf die Bühne gelassen wurde. Über den Podiumsgästen prangte in grossen Lettern der von der Regierung initiierte Abstimmungsslogan des Skiverbands: #WirSindJa. Beim Einlass wurden die Gäste sogar aufgefordert, sich diesen Schriftzug ins Gesicht schminken zu lassen.

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(ds)

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