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Sportminister Daniel Risch stellte einen Vernehmlassungsbericht zum Sportstättenkonzept in Aussicht. (Foto: Michael Zanghellni)
Politik
Liechtenstein|02.05.2018 (Aktualisiert am 02.05.18 18:37)

Sportstättengesetz: Landtag sieht in Postulat keinen Mehrwert

VADUZ - Mittels Postulat hätte die FBP gerne Klarheit zum Thema «Sportstättenkonzept» gehabt. 15 der 25 Abgeordneten hielten dieses jedoch für überflüssig, schliesslich arbeite Sportminister Daniel Risch bereits an einem Vernehmlassungsbericht, der noch vor der Sommerpause vorgestellt werden soll.

Sportminister Daniel Risch stellte einen Vernehmlassungsbericht zum Sportstättenkonzept in Aussicht. (Foto: Michael Zanghellni)

VADUZ - Mittels Postulat hätte die FBP gerne Klarheit zum Thema «Sportstättenkonzept» gehabt. 15 der 25 Abgeordneten hielten dieses jedoch für überflüssig, schliesslich arbeite Sportminister Daniel Risch bereits an einem Vernehmlassungsbericht, der noch vor der Sommerpause vorgestellt werden soll.

Mit dem Postulat wollten die FBP-Abgeordneten die Regierung einladen, zu prüfen, wie das bestehende Sportstättenkonzept optimiert werden kann. Sie stören sich insbesondere am Finanzierungsschlüssel. Am Beispiel der Kletterhalle sei die Problematik der vorgesehenen Mischfinanzierung deutlich geworden. Dass das Sportstättenkonzept noch nicht der Weisheit letzter Schluss ist, fanden auch viele andere Abgeordnete. Der stellvertretenden VU-Abgeordnete Rainer Beck nahm dennoch das Postulat mit «Unverständnis zur Kenntnis». Schliesslich habe Daniel Risch bereits im Oktober – als es im Landtag um den Kletterhallen-Subventionsantrag ging – mitgeteilt, diesbezüglich eine Lösung zu erarbeiten. «Das gegenständliche Postulat und die darin gestellten Fragen rennen somit weit offene Türen ein und ich frage mich, weshalb es gerade zu diesem Zeitpunkt eingereicht wurde», so Beck. Der FBP-Abgeordnete Wendelin Lampert warf ein: «Es geht nicht darum, offene Türen einzurennen, sondern darum, die Regierungs zu begleiten.» Diese Reform solle ein gemeinsames Anliegen von Landtag und Regierung sein. Der FL-Abgeordnete Georg Kaufmann begrüsste das Postulat im Grundsatz und erachtete die gestellten Fragen als wichtig. Betonte jedoch, das Postulat nicht zu überweisen, wenn ihm der Minister glaubhaft versichern könne, im Zuge des angekündigten Vernehmlassungsberichts die brennenden Fragen zu beantworten. Dies gelang Daniel Risch offenbar. Am Tag des liechtensteinischen Cup-Finals sagte der Minister in Fussballsprache: «Ich versuche hier kein Solo, sondern ich erachte es durchaus als wichtig hier im Doppelpass und im Team zu spielen, aber im Moment brauche ich kein technisches Time-out durch den Landtag, sondern würde gerne weiterarbeiten unter Einbezug aller Involvierten.» Sprich: Ein Postulat würde für ihn einen Mehraufwand bedeuten, was die Arbeit am Vernehmlassungsbericht verzögern könnte. Dieses Argument liess die Mehrheit der Abgeordneten gelten.

(dq)

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