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Die Augen waren vor allem auf das Votum des Gymnasium-Rektors und FBP-Abgeordneten Eugen Nägele gerichtet. Dieser konnte der Schulbautenstrategie viel Positives abgewinnen. (Foto: Michael Zanghellini)
Politik
Liechtenstein|02.03.2018 (Aktualisiert am 05.03.18 09:39)

Schulbautenstrategie: Grünes Licht für Vorlage der Regierung

VADUZ - Der Landtag hat am Freitag mehr als fünf Stunden lang die von der Regierung vorgelegte Schulbautenstrategie diskutiert. Am Ende folgte die Mehrheit der Abgeordneten der Regierung in fast allen Punkten. Nur beim St. Elisabeth pfiff das Parlament die Regierung zurück.

Die Augen waren vor allem auf das Votum des Gymnasium-Rektors und FBP-Abgeordneten Eugen Nägele gerichtet. Dieser konnte der Schulbautenstrategie viel Positives abgewinnen. (Foto: Michael Zanghellini)

VADUZ - Der Landtag hat am Freitag mehr als fünf Stunden lang die von der Regierung vorgelegte Schulbautenstrategie diskutiert. Am Ende folgte die Mehrheit der Abgeordneten der Regierung in fast allen Punkten. Nur beim St. Elisabeth pfiff das Parlament die Regierung zurück.

Die Regierung hatte in der Schulbautenstrategie vorgesehen, der Standort St. Elisabeth möglichst rasch aufzulösen und die dort beheimateten Schüler in ein Provisorium auf dem Mühleholz-Areal unterzubringen. Als Variante hatte die Regierung vorgeschlagen, den Standort der Realschule Schan solange zu belassen, bis der zusätzlich benötigte Schulraum beim Schulzentrum Mühleholz bereitsteht. Der Landtag favorisierte letzteres und sprach sich gegen den Bau eines Provisoriums aus.

Dennoch soll auf dem Mühleholzareal ein Provisorium erstellt werden, dies deshalb, weil die Schulbautenstrategie vorsieht, den maroden G-Trakt des Gymnasiums abzureissen und durch einen Neubau zu ersetzen. Das Provisorium soll nun dazu dienen, den Raumbedarf des Gymnasiums während dieser Bauzeit zu decken.

SZU II fast unbestritten

Grünes Licht gab der Landtag auch für den Bau eines Schulzentrums Unterland II. Neben den Ober- und Realschülern der Gemeinden Ruggell, Schellenberg und Gamprin, soll dort künftig auch die Berufsmaturitätsschule (BMS) beheimatet sein. Der Voll- und der Teilzeitlehrgang sollen dort unter einem Dach geführt werden können. Kritik am SZU II kam einzig von Seiten der DU-Abgeordneten Harry Quaderer und Erich Hasler. Sie bezweifelten, dass künftig die Schülerzahlen im Unterland steigen würden. Die Statistiken zeigten hier ein sehr vages Bild. Während sich der Unterländer Erich Hasler dennoch für den Bau des zweiten Schulzentrums im Unterland aussprach, stimmte Harry Quaderer dagegen. Er pochte im Gegenzug darauf, den bewährten Standort St. Elisabeth langfristig weiterzuführen und die Realschule Schaan und die Sportschule dort zu belassen.

Dass Schulen von landesweitem Interesse wie die BMS oder auch das 10. Schuljahr ins Unterland gezügelt werden sollen, fanden noch weitere Abgeordnete wenig sinnvoll. Johannes Kaiser (FBP) plädierte dafür, stattdessen die Unterstufe der Sportschule nach Ruggell zu verlegen. Elfried Hasler (FBP) wäre es lieber gewesen, wenn man das SZU II nur für die Sekundarschüler bauen und für die BMS einen alternativen Standort suchen würde.

Geht es nicht schneller?

Kritik gab es auch am Zeitplan: Verschiedene Redner kritisierten, dass das SZU II erst im Jahr 2028 bezugsbereit sein sollte. Infrastrukturminister Daniel Risch versprach, im entsprechenden Finanzbeschluss auch eine schnellere Variante einzufügen. Er hielt aber fest, dass dies dann sicherlich teurer werden würde.

Die Regierung hat nun bis zum Jahr 2019 Zeit, für die diversen Massnahmen Finanzbeschlüsse vorzulegen.

(dq)

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