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Ein Foto von einer Feuerwehrübung im Tunnel aus dem Jahr 2016. (Foto: ZVG)
Politik
Liechtenstein|25.01.2018 (Aktualisiert am 07.02.18 11:12)

Mehr Sicherheit im Tunnel Gnalp-Steg wäre zu teuer

Xaver Jehle übt scharfe Kritik am Projekt «Sanierung Tunnel Gnalp-Steg». Das Sicherheitskonzept sei «völlig unzureichend», sagte der Unternehmer Anfang Januar im «Volksblatt».

Ein Foto von einer Feuerwehrübung im Tunnel aus dem Jahr 2016. (Foto: ZVG)

Xaver Jehle übt scharfe Kritik am Projekt «Sanierung Tunnel Gnalp-Steg». Das Sicherheitskonzept sei «völlig unzureichend», sagte der Unternehmer Anfang Januar im «Volksblatt».

Jehles Bedenken waren offiziell nicht Anlass der Pressekonferenz des Infrastrukturministeriums vom Mittwoch. Man wolle einfach noch einmal über das Sanierungsprojekt informieren, hiess es.

Bereits 2013 liess die Regierung einen «Massnahmeplan zur Erreichung eines ausreichenden Sicherheitsniveaus» anfertigen. Es wurde abgeklärt, was gemacht werden muss, was fakultativ ist und wo zwischen Kosten und Nutzen abgewogen werden kann. Auf dieser Grundlage wurde eine Ausschreibung erstellt, deren Eingabefrist am 21. Dezember 2017 endete. Unternehmen sollten also ihre Dienste für die in der Ausschreibung aufgeführten Massnahmen offerieren.

Das Fair Play

Das tat Xaver Jehle nicht. Zwar wollte er sich mit seinem Unternehmen für den Auftrag bewerben, gleichzeitig war er aber der Ansicht, dass die geplanten Massnahmen der Sicherheit nicht genügend Rechnung tragen. Er reichte einen Gegenvorschlag ein. Kostenpunkt: Etwas mehr als vier Millionen Franken und damit rund 500 000 Franken mehr, als vom Ministerium budgetiert.

ABI-Chef Markus Verling (links) und Infrastrukturminister Daniel Risch sehen die Sicherheit gewährleistet. (Foto: IKR)

Die Rechnung mit der Bürokratie hatte der Praktiker Jehle nicht gemacht: Da die Ausschreibung nicht Vorschläge, sondern lediglich Offerten für konkrete Arbeiten verlangt, war Jehles Eingabe unzulässig. Diese trotzdem zu berücksichtigen, «wäre also auch unfair gegenüber denen, die sich an die Vorgaben gehalten haben», erklärt Infrastrukturminister Daniel Risch.

Dennoch prüfte man Jehles Warnungen, wie Risch und der Leiter des Amtes für Bau und Infrastruktur, Markus Verling, am Mittwoch im Regierungsgebäude mehrfach betonten. Das Ergebnis: Nicht ein einziger Vorschlag wird als sinnvoll angesehen.

Dies überrascht, denn Jehle ist alles andere als ein Laie. Insbesondere den Tunnel Gnalp-Steg kennt er genaustens. Unzählige Stunden hat er darin bereits verbracht, wie er selbst sagt. Er war es, der einst die feuersicheren Wandelemente entwickelte – eigens für den Tunnel Gnalp-Steg. Auch die Reparaturen übernimmt er seither.

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(ds)

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