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Nigel Farage (re.) und Moderator Florian Inhauser (li.). (Foto: Daniel Schwendener)
Politik
Liechtenstein|21.11.2017 (Aktualisiert am 21.11.17 23:12)

Warum Farage den Brexit zumindest ein bisschen bereut

SCHAAN - Wie Liechtenstein, die EU und Grossbritannien ihre künftige Beziehung gestalten, war Hauptthema des «Wirtschaftswunders» am Dienstagabend in Schaan. Würze verliehen der Diskussion die beiden Hauptreferenten Nigel Farage und Theo Waigel.

Nigel Farage (re.) und Moderator Florian Inhauser (li.). (Foto: Daniel Schwendener)

SCHAAN - Wie Liechtenstein, die EU und Grossbritannien ihre künftige Beziehung gestalten, war Hauptthema des «Wirtschaftswunders» am Dienstagabend in Schaan. Würze verliehen der Diskussion die beiden Hauptreferenten Nigel Farage und Theo Waigel.

Was passiert, wenn sich ein EU-Befürworter wie Theo Waigel und ein bestenfalls EU-Skeptiker wie Nigel Farage – der eine auch als «Vater des Euros», der andere als «Vater des Brexits» bezeichnet – in einer Diskussion aufeinandertreffen? Das durfte man am «Wirtschaftswunder» im SAL in Schaan zwar nicht ganz miterleben, da die beiden ihre Positionen nacheinander gegenüber Florian Inhauser vertraten. Der Moderator der SRF-«Tagesschau» wusste es aber geschickt, die jeweiligen Gegenpositionen einzunehmen und schaffte es damit, einer echten Konfrontation relativ nahe zu kommen.

Farage frustriert über Brexit-Umsetzung

Nigel Farage, der als früherer Parteichef der UK Independence Party (UKIP) den Brexit seit Jahren anvisierte und derzeit als Abgeordneter im EU-Parlament sitzt, machte gleich zu Beginn klar, dass er nicht glaubt, dass Grossbritannien das einzige Land bleibt, das aus der EU austreten wird. Ob er den Ausgang des Brexit-Referendums kein einziges Mal bereut hätte, wollte Inhauser wissen. Mit dem Brexit als Konzept sei er «perfectly happy» gewesen, antwortete Farage. Wie die jetzige Regierung den Austritt nun angehe, frustriere ihn aber. So gebe es etwa keinen «harten» oder «weichen» Brexit – das sei eine Erfindung des «Establishments». Zudem halte er den Weg, wohin sich Europa nun entwickle – in seinen Augen ein zentralistischeres Europa –, für gefährlich. «Schuldig fühle ich mich also deswegen, weil wir das nach dem Austritt Grossbritanniens nicht mehr verhindern können», meinte er.

Wie EU-Befürworter Theo Waigel den Brexit beurteilt, lesen Sie im „Volksblatt“ vom Mittwoch (22.11.2017).

(df)

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