Volksblatt Werbung
Politik
Liechtenstein|15.04.2021 (Aktualisiert am 15.04.21 09:20)

Regierung verabschiedet Kulturgüterschutzverordnung

VADUZ - Die Regierung hat die die Kulturgüterschutzverordnung (KGSV) erlassen. Die Verordnung regelt die Organisation sowie die Abläufe für die Prävention und den Schutz von Kulturgütern bei einer Gefährdung auf Grundlage des Gesetzes über den Schutz, die Erhaltung und die Pflege von Kulturgütern (Kulturgütergesetz).

Die von der Regierung verabschiedete KGSV definiert dazu unter anderem die Kennzeichnung geschützter Kulturgüter sowie die Planung von Massnahmen, um diese bestmöglich vor Schäden zu bewahren, wie die Regierung am Donnerstag mitteilte. Zur Koordination des Kulturgüterschutzes werde ein Kulturgüterschutzverbund unter dem Vorsitz des Amts für Kultur geschaffen, in dem neben öffentlich-rechtlichen im Einzelfall auch private Eigentümer von geschützten Kulturgütern vertreten sein können. Ziel des Kulturgüterschutzverbunds sei die Zusammenführung bestehender Ressourcen im Ereignisfall sowie die wechselseitige Unterstützung der Mitglieder in allen Fragen und Aufgaben der Prävention.

"Kulturgüter sind Zeugen der Menschheit. Kulturgüter waren und sind ständig bedroht. Die Zerstörung, gewaltsame Aneignung und Verschleppung von Kunstwerken und Kulturgütern reicht bis in die Anfänge der Menschheitsgeschichte zurück", heisst es in einer Aussendung der Regierung. Gefahren für das Kulturgut stellen aber nicht nur bewaffnete Konflikte dar, sondern insbesondere auch Unwetter, Erdbeben, Hochwasser, Brände und Diebstähle. Der Schutz der beweglichen und unbeweglichen Kulturgüter vor Verlust und Zerstörung wird erreicht, indem konkrete Massnahmen geplant oder ergriffen werden, um das kulturelle Erbe bestmöglich vor schädlichen Auswirkungen zu schützen.

(ikr/red )

Teile diesen Artikel mit deinen Freunden

Nächster Artikel
Politik
Liechtenstein|gestern 13:30
"Nieder mit der Regierung! Hoch die Republik!"
Volksblatt Werbung