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Politik
Liechtenstein|14.01.2020 (Aktualisiert am 14.01.20 15:59)

Ausschuss diskutiert Risiken der hohen Haushaltsverschuldung

VADUZ - Der Ausschuss für Finanzmarktstabilität (AFMS) hat am Montag die makroökonomischen Entwicklungen an den internationalen Finanzmärkten diskutiert und die damit verbundenen Auswirkungen für den liechtensteinischen Finanzsektor beurteilt. Des Weiteren befasste sich der AFMS mit den Risiken der hohen Haushaltsverschuldung in Liechtenstein und diskutierte die Schwerpunkte der vertieften Analyse, die in diesem Jahr durch die FMA erfolgen wird. Darüber hinaus hat der AFMS seine Empfehlung für den Antizyklischen Kapitalpuffer unverändert in Höhe von 0 Prozent beibehalten.

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VADUZ - Der Ausschuss für Finanzmarktstabilität (AFMS) hat am Montag die makroökonomischen Entwicklungen an den internationalen Finanzmärkten diskutiert und die damit verbundenen Auswirkungen für den liechtensteinischen Finanzsektor beurteilt. Des Weiteren befasste sich der AFMS mit den Risiken der hohen Haushaltsverschuldung in Liechtenstein und diskutierte die Schwerpunkte der vertieften Analyse, die in diesem Jahr durch die FMA erfolgen wird. Darüber hinaus hat der AFMS seine Empfehlung für den Antizyklischen Kapitalpuffer unverändert in Höhe von 0 Prozent beibehalten.

Der im November 2019 veröffentlichte Finanzstabilitätsbericht der FMA analysierte die Entwicklung der Risiken im liechtensteinischen Immobilienmarkt. "Die Verschuldung der privaten Haushalte in Liechtenstein ist im internationalen Vergleich sehr hoch, das Hypothekarkreditwachstum jedoch derzeit nicht exzessiv", heisst es in einer Aussendung. In der mittleren Frist könnten sich daraus jedoch systemische Risiken aufbauen, die mit entsprechenden makroprudenziellen Massnahmen adressiert werden müssen, um eine nachhaltige Kreditvergabe sicherzustellen. "Der AFMS hat daher über die Schwerpunkte der vertieften Analyse zur Haushaltsverschuldung diskutiert und angeregt, dass eine Evaluation aufzeigen soll, ob die derzeit verfügbaren makroprudenziellen Instrumente als geeignet erachtet werden, um die Finanzmarktstabilität in Liechtenstein nachhaltig sicherzustellen", schreibt der AFMS.

AFMS empfiehlt Beibehaltung des Antizyklischen Kapitalpuffers bei 0%

 

Demnach hat der AFMS empfohlen, den Antizyklischen Kapitalpuffer (AZKP) - ein Instrument zur Eindämmung eines übermässigen Kreditwachstums - weiterhin bei 0 Prozent der risikogewichteten Aktiva zu belassen. Der Hauptindikator der standardisierten Methode, die sogenannte Kreditlücke, hat in Liechtenstein zuletzt zugenommen, bleibt aber weiterhin knapp negativ. Unter Berücksichtigung von verschiedenen weiteren Variablen hat der AFMS daher beschlossen, den AZKP unverändert in Höhe von 0 Prozent beizubehalten.

Der Ausschuss für Finanzmarktstabilität ist das zentrale Gremium der makroprudenziellen Aufsicht in Liechtenstein und hat im Juli 2019 seine Tätigkeit aufgenommen. Seine Aufgabe besteht darin, den identifizierten Systemrisiken mit effizienten makroprudenziellen Instrumenten, Empfehlungen und Risikohinweisen entgegenzuwirken, um die Finanzmarktstabilität in Liechtenstein zu stärken. Die Mitglieder des AFMS werden von der FMA sowie dem Ministerium für Präsidiales und Finanzen in den Ausschuss entsendet.

(ikr/red)

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