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Nun werden auch Liechtensteiner Behörden im Postauto-Fall tätig. (Foto: Michael Zanghellini)
Politik
Liechtenstein|28.06.2018 (Aktualisiert am 23.07.18 16:57)

Postauto-Fall: Kein Geldwäscherei-Verfahren eröffnet

VADUZ - Die Finanzmarktaufsicht Liechtenstein (FMA) hat "Blick" bestätigt, dass sie im Postauto-Skandal tätig geworden ist. Laut "Blick"-Informationen soll es dabei um den Tatbestand der Geldwäscherei gehen, was die FMA am Donnerstag im Gespräch mit dem "Volksblatt" aber dementierte. Die Postauto Liechtenstein Anstalt stehe nicht unter Aufsicht der FMA, ein Geldwäschereiverfahren sei dementsprechend keines eingeleitet worden. Wirtschaftsminister Daniel Risch scheint seinerseits bisher im Postauto-Fall noch keine Untersuchungen eingeleitet zu haben. 

Nun werden auch Liechtensteiner Behörden im Postauto-Fall tätig. (Foto: Michael Zanghellini)

VADUZ - Die Finanzmarktaufsicht Liechtenstein (FMA) hat "Blick" bestätigt, dass sie im Postauto-Skandal tätig geworden ist. Laut "Blick"-Informationen soll es dabei um den Tatbestand der Geldwäscherei gehen, was die FMA am Donnerstag im Gespräch mit dem "Volksblatt" aber dementierte. Die Postauto Liechtenstein Anstalt stehe nicht unter Aufsicht der FMA, ein Geldwäschereiverfahren sei dementsprechend keines eingeleitet worden. Wirtschaftsminister Daniel Risch scheint seinerseits bisher im Postauto-Fall noch keine Untersuchungen eingeleitet zu haben. 

Laut "Blick" kamen die Gewinne beim "Postauto-Beschiss" in der Schweiz nicht nur von zu hohen Abgeltungen, sondern sie seien auch noch betrügerisch versteckt worden. So habe beispielsweise Postauto Schweiz Autopneus verrechnet, die nur auf dem Papier angeschafft worden seien. "Wenn sich das wirklich bestätigt, dass Geld aus dem Postauto-Betrug in der Rechnung von Postauto Liechtenstein versickerte, ist der Straftatbestand der Geldwäscherei erfüllt", so die happigen Vorwürfe der Schweizer Boulevardzeitung. Die Post habe auf Anfrage eingeräumt, dass eine Untersuchung von Kellerhals-Carrad zeige, dass eine Finanzierung über versteckte Gewinnausschüttungen ins Ausland nicht auszuschliessen sei. 

FMA: Kein Geldwäschereiverfahren eingeleitet

Die PostAuto Liechtenstein Anstalt steht nicht unter Aufsicht der FMA. "Die FMA hat dementsprechend kein Geldwäschereiverfahren eingeleitet. Der FMA obliegt die Aufsicht über die Revisionsstellen in Liechtenstein. In diesem Zusammenhang hat die FMA die Revisionsstelle der PostAuto Liechtenstein Anstalt zu einer Stellungnahme aufgefordert. Dabei geht es um die Klärung des Mandats der Revisionsstelle bei der PostAuto Liechtenstein Anstalt", teilte die FMA auf "Volksblatt"-Anfrage mit.

Wirtschaftsminister Risch untätig?

Das für Postauto zuständige Regierungsmitglied, Daniel Risch, hingegen scheint untätig, wie der "Blick" schreibt. So habe Risch auf Anfrage gestern keine Angaben darüber machen können, ob es ein Verfahren wegen wettbewerbsrechtlichen Verstössen gibt oder nicht. Juristisch besteht jedoch laut "Blick" kein Grund, nicht eine solche Untersuchung zu starten. 

(dq)

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