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Sie sind seit dem 7. April 1994 gemeinsam als Kabarettisten-Trio unterwegs und schon lange Kult (v. l.): Mathias Ospelt, Marco Schädler und Ingo Ospelt. (Foto: Michael Zanghellini)
Kultur
Liechtenstein|16.11.2019

Einst ein «fre­ches Pflänz­chen in Liech­tens­teins Kabarettwüste»

VADUZ – Zum 25-Jahr-Bühnenjubiläum kommen Ospelt Ospelt Schädler (OOS) mit «Heimatabend 2.0» in den Schlösslekeller in Vaduz. Viele Gründe, um sich mit den drei Herren zu unterhalten.

Sie sind seit dem 7. April 1994 gemeinsam als Kabarettisten-Trio unterwegs und schon lange Kult (v. l.): Mathias Ospelt, Marco Schädler und Ingo Ospelt. (Foto: Michael Zanghellini)

VADUZ – Zum 25-Jahr-Bühnenjubiläum kommen Ospelt Ospelt Schädler (OOS) mit «Heimatabend 2.0» in den Schlösslekeller in Vaduz. Viele Gründe, um sich mit den drei Herren zu unterhalten.

«Volksblatt»: Ihr wirkt ruhig, obwohl bald Premiere eures Jubiläumsprogramms ist.

Ingo Ospelt: Wir sind alte Hasen und entspannt (lächelt). Wir sind sehr gut unterwegs. Und entspannt, das stimmt. Aber entspanntes Proben bringt am meisten. Bestimmte Sachen brauchen wir nicht mehr. Das ist das Positive am Älterwerden – man weiss, wo Gefahren liegen und so. Und was dann später mit dem Publikum passiert, das werden wir dann sehen. Da bin ich relativ gelassen im Moment, es macht auch extrem viel Freude.
Marco Schädler: Mir geht es gleich.
Mathias Ospelt: Na ja, es ist schon so, dass es die Gnade des Älterwerdens gibt, dass man gewisse Sachen lockerer nimmt. Entweder man wird «botznärrsch» und ist in drei Sekunden von Null auf Dreihundert (lacht) oder man wird lockerer. Wir können uns auch auf viele Sachen verlassen. So haben wir immer schon gewusst, dass es am Premierentag passen wird. Früher haben wir Probensituationen gehabt, die andere Leute nicht ausgehalten hätten (lacht), denn eine Woche vor der Premiere war vielleicht die Hälfte des Programms fertig geprobt, die zweite noch gar nicht angeschaut oder der Schluss wurde noch in den Morgenstunden der Premiere fertig geschrieben.
Ingo Ospelt: Da waren wir aber auch noch sehr sehr jung. Ich kann mich erinnern, dass ich mit meiner Frau nach einer Generalprobe im Auto heimgefahren bin. Schweigen bis Sargans hat mich begleitet und dann fragte sie mich: «Was macht ihr jetzt? Kann man euch helfen? Oder muss man die Premiere verschieben?» Und? Es wurde eines der erfolgreichsten Programme, hat dann funktioniert mit dem ganzen Adrenalin. Das hat übrigens nichts mit Routine zu tun, heute haben wir Erfahrungswerte. Entspannt heisst auch nicht, dass wir es völlig locker nehmen. Ich merke für mich, je älter ich werde, um so fleissiger werde ich, wir alle auch professioneller. Und entspannt meine ich im positivsten Sinn: Wir sind sehr bei der Sache, wir proben sehr gut.
Mathias Ospelt: Es ist auch nicht mehr so wie früher, als wir regelmäs­sig nach den Proben ins «Vanini gingen», wir nannten das «Zuschauergewinnen» und «Werbungmachen». Da brauchten wir dann immer am anderen Tag eine Zeit, bis wir auf Spieltemperatur gekommen sind. Heute machen wir das mit klaren Köpfen, wir brauchen das nicht mehr. (Zustimmendes Lachen).

Gehen wir zurück zu den Anfängen.

Ingo Ospelt: Das erste Programm kam 1994 heraus. Damals als das «Liechtensteiner Gabarett» («LiGa»). Ich war sieben Jahre auf deutschen Bühnen unterwegs und 1992 wieder zurück in die Region gekommen. Mathias war in Fribourg und Glasgow. Da haben Mathias und ich uns auch wieder öfter getroffen. Ich habe damals eine «Herren»-Lesung gesehen und mir gedacht, dass wir etwas gemeinsam machen sollten. Mathias hatte Ideen und fertige Texte und die wollten wir realisieren.

«Die allererste Premierenkritik zu unserem ersten Programm stand übrigens in der ‹NZZ›.»

Ingo Ospelt

Und die Idee war, Theater zu machen? Oder Kabarett?

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