Die Theatermacherin und Schauspielerin Ute Hoffmann freut sich auf die Aufführungen mit Thomas Hassler in «Das Original» im TAK. (Foto: Paul Trummer)
Kultur
Liechtenstein|18.09.2019 (Aktualisiert am 18.09.19 09:16)

«Das Ori­ginal» kommt als Gast­spiel ins TAK

SCHAAN - Was ist Kunst und wer entscheidet darüber? Das ist eine wichtige Frage im Theaterstück «Das Original». Das «Volksblatt» hat sich mit der Theatermacherin Ute Hoffmann über die Produktion unterhalten.

Die Theatermacherin und Schauspielerin Ute Hoffmann freut sich auf die Aufführungen mit Thomas Hassler in «Das Original» im TAK. (Foto: Paul Trummer)

SCHAAN - Was ist Kunst und wer entscheidet darüber? Das ist eine wichtige Frage im Theaterstück «Das Original». Das «Volksblatt» hat sich mit der Theatermacherin Ute Hoffmann über die Produktion unterhalten.

«Volksblatt»: Frau Hoffmann, Sie sind mit dem Zweipersonenstück «Das Original» auf Tour. Wie viele Aufführungen sind geplant? 

Ute Hoffmann: Bei meinen eigenen Produktionen habe ich ca. 30 Aufführungen als Ziel. Im Mai war Premiere, bis Ende Jahr werden wir 18 Gastspiele gegeben haben, wir sind also auf gutem Weg.

Warum wollten Sie «Das Original» auf die Bühne bringen?

Ich suche alle zwei Jahre etwas Besonderes, eine Theater-Trouvaille. «Das Original» hebt sich ab von Liebesgeschichten und Paarbeziehungen oder sonstigen Problembewältigungen auf der Bühne. Die zwei Personen im Stück haben nichts miteinander zu tun, erst der Inhalt des Stücks verbindet sie dann. Es sind so krass unterschiedliche Charakteren, das macht das Stück absolut spannend.

Sie spielen mit Thomas Hassler. Wie ist die Zusammenarbeit?

Die ist fantastisch, es ist ja auch bereits unsere vierte gemeinsame Produktion. Er ist ein sehr verlässlicher, angenehmer und ich finde auch vielseitig begabter Schauspieler und ein ganz toller Kollege. Und er ist genau der Richtige für diese Rolle.

Wer führt Regie in dem Stück?

Marco Luca Castelli, Schauspieler und Regisseur aus Chur. Es war unsere erste Zusammenarbeit. Er ist ebenfalls sehr kunstinteressiert und hatte damit einen besonderen Blick auf «Das Original». So gehörte in der Probenzeit auch ein Besuch im Kunstmuseum dazu. Wir haben viel über extreme Malerei diskutiert und uns mit dem exzessiven Leben von Jackson Pollock befasst, um seine Bilder etwas verstehen zu können.

Ute Hoffmann ist gleichzeitig mit zwei Theaterprodukionen unterwegs. (Foto: Paul Trum­mer)

Am Mittwoch spielen Sie im TAK. Ein spezieller Ort für Sie?

Bis jetzt durfte ich fünf meiner Produktionen im TAK oder im Takino aufführen. Das TAK ist für mich schon ein spezieller Ort. Es ist eine Atmosphäre da drin, die mir persönlich sehr gut gefällt – auf der Bühne und auch als Zuschauerin. Es ist für mich eine Ehre, da spielen zu dürfen, ich schätze das sehr.

Auf was dürfen sich die Theaterbesucher freuen?

Auf ein kurzweiliges, äusserst unterhaltsames «Kunst»-Stück, ein verbaler Schlagabtausch zwischen zwei Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Beide haben viel Spezielles in petto, öffnen sich während des Spiels und gewinnen so die Gunst der Zuschauer.

Und was sind die nächsten Projekte Ihrer Taff-Theaterproduktion?

Parallel spielen wir ja noch «Souvenir: Das Leben der Florence Foster Jenkins», ein Stück über die schlechteste Opernsängerin der Welt, da laufen auch noch einige Gastspiele im Herbst. Die zwei Stücke reichen im Moment. Man schaut natürlich in die Zukunft, aber ich habe bis jetzt noch nichts gefunden, was mich so packt und reizt, dass ich es als Nächstes umsetzen möchte. Die Messlatte haben wir mit «Das Original» hoch gelegt. Aber ich finde sicher wieder etwas Besonderes. (strahlt)

  • «Das Original» mit Ute Hoffmann und Thomas Hassler ist am Mittwoch, den 25. September, im TAK in Schaan zu sehen. Infos: www.tak.li.
(eg)

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