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Heute erlebt der Spielfilm-Erstling «Der Eidechsenkönig»von Arno Oehri seine Erstaufführung, auf die sich der Ruggeller Mulitmedia-Künstler besonders freut. (Foto: Michael Zanghellini)
Kultur
Liechtenstein|22.08.2019

Arno Oehri: «Meine Filme haben immer narrativen Charakter»

VADUZ Heute Preview: Mit dem Medium Film beschäftigt sich der Ruggeller Multimedia-Künstler Arno Oehri schon seit Ende der 1980er-Jahre. Mit dem «Eidechsenkönig» legt er nach etlichen Installationsvideos und Dok-Filmen am Filmfest Vaduz seinen ersten Spielfilm vor.

Heute erlebt der Spielfilm-Erstling «Der Eidechsenkönig»von Arno Oehri seine Erstaufführung, auf die sich der Ruggeller Mulitmedia-Künstler besonders freut. (Foto: Michael Zanghellini)

VADUZ Heute Preview: Mit dem Medium Film beschäftigt sich der Ruggeller Multimedia-Künstler Arno Oehri schon seit Ende der 1980er-Jahre. Mit dem «Eidechsenkönig» legt er nach etlichen Installationsvideos und Dok-Filmen am Filmfest Vaduz seinen ersten Spielfilm vor.

Das Gespräch mit Arno Oehri hat im Vorfeld zur Preview seines Filmerstlings stattgefunden. Den Trailer zum Film können Sie am Ende des Interviews sehen.

«Volksblatt»: Herr Oehri, Sie sind eigentlich gelernter Grafiker und auch als Maler und Multimediakünstler bekannt. Das Medium Film ist für Sie indes eine besondere alte Liebe?

Arno Oehri: Ich war schon während meiner Lehrzeit Anfang der 1980er- Jahre ein leidenschaftlicher Kinogänger und an Donnerstagabenden Stammgast im Schlosskino Balzers, wo immer unter dem Titel «Der spezielle Film» Arthouse-Produktionen im Original mit Untertiteln gezeigt wurden. Dort kam ich unter anderem in Berührung mit Werken von Andrej Tarkowski und Federico Fellini, die mich in ihrer Erzählweise besonders beeindruckt haben.

Was hat Sie daran konkret fasziniert?

Bei Tarkowski – zum Beispiel in seinem Film «Nostalgia» – fasziniert mich die innere Geschichte, die sich auf einer emotionalen Ebene abspielt, bei Fellini sind es die surrealen Elemente, wie sie sich beispielsweise in seinem Film «Satyricon» zeigen. Es war einfach auch die Kraft der bewegten Bilder, die Möglichkeit, auf suggestive Art Stories innerhalb von Stories zu erzählen, teils mit Charakteren, die man nicht richtig deuten kann. Da habe ich begriffen, dass es in der Kunst nicht ums rationale Verstehen geht, sondern dass es ein Verstehen gibt, das von der Ratio losgelöst ist und über Intuition funktioniert. Ein intuitives Aha-Erlebnis kann einen bleibenden Impact haben.

Gibt es für Sie frühe Schlüsselfilme?

Mein erstes ganz bewusstes Kinoerlebnis war der Western «Once Upon A Time in the West» von Sergio Leone – fast kein Text, starke Charaktere, intensive Landschaften, weite Räume. Das hat mich völlig gepackt. Das nächst wichtige Kinoerlebnis war für mich dann «Apocalypse Now» von Francis Ford Coppola – eine bildgewaltige Geschichte in breiter Dimension, in der die Story über Bilder und Atmosphäre erzählt wird. Zu dieser Atmosphäre trägt auch untrennbar die Filmmusik bei. Ich habe Filmmusik immer schon als wichtiges Element in einer Filmerzählung wahrgenommen und habe auch früh begonnen, Soundtracks zu kaufen, weil Soundtracks das Atmosphärische eines Films weitertragen.

«Mit bewegten Bildern, Klang und Text kann man Menschen auf spezielle Weise in eine Erzählung hereinholen.»

Arno Oehri

Das sind Elemente, die eine statische bildnerische Kunst wohl nicht leisten kann …

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(jm)

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