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Kulturmanagerin Karen Brooks Hopkins. (Foto: ZVG/Daniel Ospelt)
Kultur
Liechtenstein|17.05.2019 (Aktualisiert am 17.05.19 10:52)

Mit Kulturprojekten zu gemeinsamem Aufschwung

VADUZ - Die Kulturmanagerin Karen Brooks Hopkins erzählte an den «Onassis Events 2019» von ihren Erfahrungen an der «Brooklyn Academy of Music» (BAM) im New Yorker Stadtteil Brooklyn.

Kulturmanagerin Karen Brooks Hopkins. (Foto: ZVG/Daniel Ospelt)

VADUZ - Die Kulturmanagerin Karen Brooks Hopkins erzählte an den «Onassis Events 2019» von ihren Erfahrungen an der «Brooklyn Academy of Music» (BAM) im New Yorker Stadtteil Brooklyn.

Florian Marxers Begrüssungsworte verdeutlichten mit ein paar Eckdaten aus dem Leben von Karen Brooks Hopkins deren enorme Erfahrung mit kulturellen Projekten. Das BAM, das Karen Brooks Hopkins präsidierte, ist ein kulturelles Zentrum, das seit 1867 in New York besteht. Ende der 1970er-Jahre konnte auf verlassenen Plätzen in Brooklyn mit der Planung begonnen werden. Auf die Konkurrenz mit den etablierten Kulturinstitutionen wie das Lincoln Center und die Carnegie Hall wurde bewusst verzichtet und die Eigenheit des Stadtteiles betont. «Wir waren anders, aber kraftvoll», unterstreicht Karen Brooks Hopkins die kantigen und abenteuerlichen Programmpunkte, die auch das Publikum mit der Mischung aus Theater, Tanz, Film und Bildungsprogrammen aus der Komfortzone lockten und an die Institution banden.

Kraft der Akzeptanz

Mit einigen Beispielen zeigte Karen Brooks Hopkins, wie kulturelle Projekte im Zentrum Standorte aufwerten konnten. Kulturelle Institutionen, die verankert sind in der Bevölkerung, konnten so zu respektierten Akteuren werden, mit denen sich Investoren absprachen, um ihre Projekte in den nachbarschaftlichen Kontext passend einzufügen. Karen Brooks Hopkins betonte, dass es Übergänge waren von kulturellen Institutionen, die zuerst allein standen, die dann zusammenarbeiteten. Darauf folgte die Einbindung derselben in die Nachbarschaft bis zur gemeinsamen organischen Entwicklung als heutige Herausforderung.

Urbane Projekte in Liechtenstein

In der Diskussion wurde auch die reichhaltige Erfahrung mit Kulturprojekten in Liechtenstein angesprochen, allen voran das Musikfestival «little big one» im Zentrum von Vaduz. Das damit erfahrene, urbane Gefühl fiel einer Volksabstimmung gegen das Festival zum Opfer.
Karen Brooks Hopkins, die nächstens von der Columbia University den Ehrendoktortitel der Rechte erhalten wird, machte deutlich, dass der Entscheid für kulturelle Projekte einen ganzen Stadtteil nicht nur kulturell, sondern auch sozioökonomisch prägen. Brooklyn verlor seine Düsterheit mit diesem «kulturellen Epizentrum» namens BAM innerhalb kurzer Zeit. Diese Attraktivität und Zentralisierung bringt heute auch wieder andere Herausforderungen, die es zu lösen gilt, was man am besten selbst erfahre.

Es bleibt die Frage, wie man Kulturprojekte erarbeitet, dass man sich das Miteinander und die damit verbundenen Vorteile vorstellen kann und somit Projekte von den Menschen getragen werden. Dass es Projekte zu Hauf gab und gibt wurde bei den Gesprächen beim offerierte Apéro deutlich.

(rö)

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