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Die Schaaner Künstlerin Hanni Schierscher stellt noch bis zum 19. Mai neue Arbeiten in der Galerie Hollabolla aus. (Foto: ZVG)
Kultur
Liechtenstein|10.05.2019 (Aktualisiert am 10.05.19 14:46)

«Hanni Schier­scher malt im meri­dianen Achtsamkeitsfluss»

ESCHEN - Linien standen am Anfang ihrer künstlerischen Arbeit. Dann Experimente mit Materialien, Strukturen und Formen. Ihre Ausstellung «innen und aussen» ist Ausdruck ihres achtsamen Herangehens an natürliche Phänomene. Die Künstlerin Hanni Schierscher im «Volksblatt»-Gespräch.

Die Schaaner Künstlerin Hanni Schierscher stellt noch bis zum 19. Mai neue Arbeiten in der Galerie Hollabolla aus. (Foto: ZVG)

ESCHEN - Linien standen am Anfang ihrer künstlerischen Arbeit. Dann Experimente mit Materialien, Strukturen und Formen. Ihre Ausstellung «innen und aussen» ist Ausdruck ihres achtsamen Herangehens an natürliche Phänomene. Die Künstlerin Hanni Schierscher im «Volksblatt»-Gespräch.

«Volksblatt»: Frau Schierscher, Ihre Bilder wirken auf den Betrachter wie Meditationen. Man sitzt lange davor, lässt das Auge schweifen und betrachten, tastet sich durch Details, entdeckt Dinge und scheint die Entdeckungen schillernd wieder zu verlieren … Wie kommt so ein Erlebnis zustande?

Hanni Schierscher: An diese Antwort kann ich mich nur selbst herantasten. Also ich habe ursprünglich eine Schneiderlehre gemacht, und in diesem Bereich des textilen Handwerks sind Materialien und Formen wichtig. Man muss auch Entwürfe zeichnen. Später habe ich die Technik des Zeichnens für mich weiterentwickelt. Es begann mit Wahrnehmungen von Linien und Strukturen in der Umgebung. Ich erinnere mich, wie ich anfangs bei Wanderungen auf einem Aussichtspunkt stand und auf eine Stadt hinunterblickte, auf dieses Gewirr von Häusern und Dächern. Plötzlich nahm ich die Linien und Strukturen im Beobachteten wahr, das Verdichten und Auflösen von Dachstrukturen. Daraufhin begann ich, die Linien des Beobachteten auf Papier nachzuzeichnen. Ich habe lange Zeit Linien gezeichnet und mich mit dem Thema «Linie» befasst.

Später muss das Thema Körper- haftigkeit aber wohl noch dazu gekommen sein …

Ja. Das hat mit einer intensiven Ausbildung in Qi Gong zu tun, die ich seinerzeit absolvierte. Diese Beschäftigung mit äusserer und innerer Körperbewegung brachte mich auf die Idee, Körperdrucke herzustellen, bei denen der eigene Körper als Farbträger fungiert, der auf Papier abgerollt bzw. abgedruckt wird.

Das Thema «Linie» ist bis heute in Ihren Arbeiten wahrnehmbar. Was ist das Faszinierende daran?

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(jm)

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