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Künstler Bruno Kaufmann (ganz links) erklärte in seiner Vernissagerede, warum er die gegenständliche Malerei früh hinter sich gelassen hat. (Foto: Paul Trummer)
Kultur
Liechtenstein|26.09.2018 (Aktualisiert am 26.09.18 13:56)

Wenn Farben wie Musik wirken

ESCHEN - Der Balzner Künstler Bruno Kaufmann stellt derzeit seine Bilder in der Galerie Hollabollaaus. Die Vernissage «dots and lines» stiess auf reges Interesse.

Künstler Bruno Kaufmann (ganz links) erklärte in seiner Vernissagerede, warum er die gegenständliche Malerei früh hinter sich gelassen hat. (Foto: Paul Trummer)

ESCHEN - Der Balzner Künstler Bruno Kaufmann stellt derzeit seine Bilder in der Galerie Hollabollaaus. Die Vernissage «dots and lines» stiess auf reges Interesse.

«Solange ich lebe, kreiere ich ...» Dies das Motto des Balzner Künstlers Bruno Kaufmann, der gestern in der Galerie Hollabolla gemeinsam mit den Galeristen seine Ausstellung eröffnete. Galerist Elmar Gangl kennt den Künstler schon seit seiner ersten Ausstellung, nach seiner damaligen Rückkehr aus Berlin. Entsprechend schätzt Gangl an Kaufmanns Kunst: «Dass sie sehr vielfältig ist und sich über die Jahre hinweg entwickelt hat. Dies alles mitzuverfolgen, ist sehr spannend, vor allem bei einem Menschen, den man persönlich gut kennt», so der Galerist. Für Gangl ist Kaufmann eine wichtige Künstlerpersönlichkeit in der Liechtensteiner Kunstszene: «Als Künstler und Initiator der Kunstschule hat er sehr viel für das Kunstschaffen im Land getan und bewegt», betont Gangl.

Kreative Befreiung
Wie Bruno Kaufmann in seiner Vernissagerede verkündete, beabsichtigte er am Beginn seines Kunststudiums, die gegenständliche Malerei hinter sich zu lassen, da er sich «von ihr sehr eingeengt fühlte». Diese Fesseln wollte er abstreifen und auch seinem persönlichen Malduktus adieu sagen: «Mir schwebte eine Malerei vor, die ich mit Instrumentalmusik vergleichen möchte. Das ist Musik ohne Text, die nichts erzählt, eine Musik, die sich nur auf sich selbst bezieht», erläuterte Kaufmann vor versammelter Menge in der Galerie Hollabolla. Auf die Malerei bezogen hiesse dies, «eine Kunst ohne literarischen Inhalt, die nur den Gesetzen der Form und der Farbe folgt». Wassily Kandinsky habe mit seinem abstrakten Aquarell von 1910 als Erster diesen Weg beschritten und damit die Malerei vom Joch der Abbildung befreit, so Kaufmann: «Damit war der Weg zur konkreten Malerei frei. Die war mir damals schon bekannt, aber noch wenig die Tendenzen neuer, nordamerikanischer Malerei, die schon vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs aufkamen. Bekannt wurden sie unter dem Namen abstrakter Expressionismus und auch unter Farbfeldmalerei. Diese ist eine Malerei, die sich durch grossflächige, homogen gefüllte Farbfelder auszeichnet.»

In der Galerie Hollabolla von Elmar Gangl (links) zeigt der Balzner Künstler Bruno Kaufmann aktuelle Arbeiten (Foto: Paul Trum­mer)

Leuchtendes Licht- und Farbenspiel

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(ac)

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