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(v. l.) Daniela Erne, Nicole Felix, Eva Johann-Heidegger und Nicole Schurte. (Foto: ZVG)
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Liechtenstein|21.06.2022

Die Politik, eine Lebensschule

TRIESEN - In der Serie zu den Gemeindewahlen 2023 spricht «Vielfalt in der Politik» mit Gemeinderätinnen über ihre Arbeit und Erfahrung im Gemeinderat.

(v. l.) Daniela Erne, Nicole Felix, Eva Johann-Heidegger und Nicole Schurte. (Foto: ZVG)

TRIESEN - In der Serie zu den Gemeindewahlen 2023 spricht «Vielfalt in der Politik» mit Gemeinderätinnen über ihre Arbeit und Erfahrung im Gemeinderat.

Vieles, was wir in der Gemeinde tagtäglich sehen und nutzen, halten wir für selbstverständlich. Es ist einfach da und funktioniert. Am Beispiel des neu gestalteten Spielplatzes bei der Primarschule Triesen zeigen Vorsteherin Daniela Erne und die Gemeinderätinnen Eva Johann-Heidegger, Nicole Felix und Nicole Schurte, was auch bei vermeintlich einfachen Projekten alles dahintersteckt.

Ganze 17 Spielplätze zählt die Gemeinde Triesen. Regelmässig werden sie auf ihre Sicherheit hin überprüft und festgestellte Mängel behoben. Bei der Primarschule wurde der Spielplatz komplett erneuert. Die sicherheitstechnischen Vorschriften werden ständig strenger, was den Bau und den Unterhalt von Spielplätzen aufwendiger und teurer macht.

Die Angst vor Gefahren spielte auch bei der Bepflanzung des Schulspielplatzes eine Rolle. Obstbäume als Schattenspender? Dieser Vorschlag der Umweltkommission wurde abgelehnt. Zu gefährlich wegen der Wespen! Von der Sauerei ganz zu schweigen. Eine Entwicklung, die in die falsche Richtung gehe, meint Nicole Schurte. Ihrer Ansicht nach wäre es wichtig, dass Kinder mehr Zeit in der freien Natur verbringen und miterleben, wie alles wächst und gedeiht.

Wichtig war die Mitwirkung der Schülerinnen und Schüler bei der Neugestaltung des Spielplatzes. Beim partizipativen Prozess wurden auch Eltern und Lehrpersonen befragt. «Match-entscheidend » seien aber die Kinder gewesen, so Vorsteherin Daniela Erne. Der Einbezug der jüngeren Generation soll keine einmalige Aktion bleiben. Im Prozess zur Erlangung des Unicef-Labels als kinderfreundliche Gemeinde sind die Kinder an vorderster Front dabei und bringen ihre Ideen und Visionen ein.

Die Zeit im Gemeinderat beurteilen die vier Frauen als «Lebensschule ». Mit vielen Themen sei man vorher noch nie in Berührung gekommen. Das mache es sehr interessant und lehrreich. Für Nicole Felix sind besonders der Kontakt mit neuen Menschen und die vielen Gespräche eine Bereicherung. Persönlichkeitsbildend sei auch die Zusammenarbeit innerhalb des Gemeinderats. Man lerne, mit unterschiedlichen Meinungen und Charakteren umzugehen.

Daniela Erne und Eva Johann-Heidegger absolvierten je eine Legislatur als einzige Frau im Gemeinderat. Eine Zeit, die sie beide als schwierig beurteilen. «Allein hast du keine Chance», stellt Eva Johann-Heidegger klar. Sie möchte daher besonders Frauen ermuntern, über den eigenen Schatten zu springen, mutig zu sein und eine Kandidatur zu wagen. «Es lohnt sich», finden alle!

Das ausführliche Interview sowie weitere Fotos und Videos finden Sie auf www.vielfalt.li.

(pr)

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