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Liechtenstein|15.07.2021

Familiennachzug für Angehörige eines EWR- und CH-Staatsangehörigen nach Liechtenstein – Was gilt es zu beachten?

VADUZ - Der Wunsch in Liechtenstein Wohnsitz zu nehmen, geht oftmals mit dem Bedürfnis einher, mit seinen Liebsten zusammen zu wohnen. Ist man in Liechtenstein zum Aufenthalt berechtigt, sollte hinsichtlich des gemeinsamen Wohnens mit Familienangehörigen aus aufenthaltsrechtlicher Sicht weiteren Aspekten Beachtung geschenkt werden, sodass der gemeinsamen Zukunft keine örtliche Entfernung im Wege steht.

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VADUZ - Der Wunsch in Liechtenstein Wohnsitz zu nehmen, geht oftmals mit dem Bedürfnis einher, mit seinen Liebsten zusammen zu wohnen. Ist man in Liechtenstein zum Aufenthalt berechtigt, sollte hinsichtlich des gemeinsamen Wohnens mit Familienangehörigen aus aufenthaltsrechtlicher Sicht weiteren Aspekten Beachtung geschenkt werden, sodass der gemeinsamen Zukunft keine örtliche Entfernung im Wege steht.

Was ist denn nun eigentlich unter „Familiennachzug“ zu verstehen?  Der Familiennachzug bezweckt die Zusammenführung von Familienangehörigen zur gemeinsamen Wohnsitznahme.

Für EWR- und CH-Staatsangehörige, welche in Liechtenstein eine Bewilligung zur Wohnsitznahme innehaben, ist es grundsätzlich möglich, bestimmte Familienangehörige nachziehen zu lassen. Als Familienangehörige gelten bspw. Ehegatten, eingetragene Partner, Kinder, aber unter Umständen z.B. auch Eltern, denen Unterhalt gewährt wird. Mitunter kann auch Lebenspartnern oder weiteren Berechtigten bei Erfüllung bestimmter Voraussetzungen der Nachzug bewilligt werden.

Nicht ausser Acht gelassen werden darf allerdings das einzuhaltende Verfahren: Für jedes Familienmitglied muss ein entsprechendes Gesuch von der in Liechtenstein bereits aufenthaltsberechtigten und wohnhaften Person fristgerecht beim zuständigen Amt eingereicht werden. Diesem sind diverse Dokumente sowie Nachweise beizulegen. Jenes Gesuch ist jedenfalls vor der beabsichtigten Wohnsitznahme einzubringen.

Hinsichtlich der Dauer des Familiennachzuges gilt, dass ein Familienangehöriger einer Person, die über eine Daueraufenthaltsbewilligung oder Niederlassungsbewilligung in Liechtenstein verfügt, grundsätzlich eine Aufenthaltsbewilligung mit einer Dauer von fünf Jahren erhalten kann. Besteht hingegen eine Kurzaufenthaltsbewilligung oder Aufenthaltsbewilligung, kann der Familienangehörige eine Bewilligung mit der jeweils gleichen Gültigkeitsdauer erhalten. Zu beachten ist jedoch, dass es hinsichtlich mancher Konstellationen, gesetzlich geregelte besondere Fälle gibt.

Erst nach erfolgtem und positivem Ausgang des Verfahrens darf der Familienangehörige in Liechtenstein wohnen.

Zusammenfassend ergibt sich daher, dass je nach konkretem Einzelfall zu prüfen ist, ob die jeweilige Person durch Familiennachzug zur Wohnsitznahme in Liechtenstein berechtigt ist, bejahendenfalls für welche Dauer. Wichtig ist vor allem die Gesuchstellung sowie die Nachweiserbringung gesetzeskonform vorzunehmen, weswegen es sich empfiehlt, rechtlichen Rat insbesondere vor der Antragstellung beizuziehen.

Weitere Informationen

Rechtsanwältin Mag. iur. Fabienne Seppi
(zugelassen in Liechtenstein und Österreich)

NÄGELE Rechtsanwälte GmbH
Dr. Grass Strasse 12, 9490 Vaduz, Liechtenstein

Tel. +423 237 60 70
Fax +423 237 60 71
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