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Liechtenstein|17.06.2021 (Aktualisiert am 17.06.21 12:51)

Aufenthaltsbewilligungen in Liechtenstein – Was gibt es für Möglichkeiten für EWR/CH-Staatsangehörige?

VADUZ - Viele haben den Wunsch in Liechtenstein zu wohnen, allerdings geht dieser leider nicht immer in Erfüllung. Dies kann mitunter an der restriktiven Ausgestaltung des liechtensteinischen Aufenthaltsrechts, allerdings auch an Fehlern bei der jeweiligen Antragstellung liegen. Es gilt daher die richtige Aufenthaltsbewilligung zu beantragen sowie das Vorliegen der Voraussetzungen zur Erlangung dieser darzulegen.

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VADUZ - Viele haben den Wunsch in Liechtenstein zu wohnen, allerdings geht dieser leider nicht immer in Erfüllung. Dies kann mitunter an der restriktiven Ausgestaltung des liechtensteinischen Aufenthaltsrechts, allerdings auch an Fehlern bei der jeweiligen Antragstellung liegen. Es gilt daher die richtige Aufenthaltsbewilligung zu beantragen sowie das Vorliegen der Voraussetzungen zur Erlangung dieser darzulegen.

Im Folgenden geben wir einen Überblick über die relevantesten Aufenthaltsbewilligungen in Liechtenstein für Bürger des EWR-Raums bzw. der Schweiz:

Generell ist in zwischen der Wohnsitznahme in Liechtenstein mit und ohne Erwerbstätigkeit zu unterscheiden.

Wer als EWR/CH-Staatsangehöriger Wohnsitz in Liechtenstein zur Erwerbstätigkeit nehmen möchte, könnte eine Aufenthaltsbewilligung (sog. B-Bewilligung) oder eine Kurzaufenthaltsbewilligung (sog. L-Bewilligung) beantragen. Die B-Bewilligung berechtigt zur Wohnsitznahme von mehr als 12 Monaten, die L-Bewilligung hingegen grundsätzlich bis zu 12 Monaten.

Vorausgesetzt wird hierbei jeweils, dass der Antragsteller nicht im Grenzraum wohnt, die Erwerbstätigkeit daher als Grenzgänger nicht ausüben kann sowie ein Arbeitsverhältnis nachgewiesen wird oder die berufs- und wirtschaftsrechtlichen Voraussetzungen für die beabsichtigte selbständige Tätigkeit erfüllt sind.

Eine Bewilligung zur Wohnsitznahme ohne Erwerbstätigkeit kann hingegen nur dann erteilt werden, sofern genügend finanzielle Mittel vorhanden sind, wobei jegliche Erwerbstätigkeit hierorts sodann untersagt ist. Darüber hinaus wird die Hälfte der zu erteilenden Aufenthaltsbewilligungen mittels Auslosungsverfahrens (Lotterie) vergeben, an welchem grundsätzlich nur EWR-Bürger teilnehmen können. Des Weiteren gibt es je nach individueller Situation auch noch andere Möglichkeiten eine Aufenthaltsbewilligung zu erhalten (bspw. für Studierende oder bei bereits längerem Aufenthalt in Liechtenstein).

Zu bedenken ist, dass der Behörde bei der Entscheidungsfindung Ermessen zukommt, insofern empfiehlt es sich, vor der Entscheidung zur Beantragung einer Aufenthaltsbewilligung rechtlichen Rat einzuholen. Dies nicht zuletzt um die verschiedenen Möglichkeiten und Varianten zu besprechen, sondern auch um die Antragstellung gesetzeskonform vorzunehmen.

Weitere Informationen

Mag. iur. Fabienne Seppi,
Rechtsanwältin (zugelassen in Liechtenstein und Österreich)

NÄGELE Rechtsanwälte GmbH
Dr. Grass Strasse 12, 9490 Vaduz,
Liechtenstein
Tel. +423 237 60 70
Fax +423 237 60 71
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www.naegele.law

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