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«Am 15. Januar 2021 erreichte die Anzahl Beerdigungen mit 213 an einem Tag den Höchststand»: Kräutler über die Lage in Brasilien. (Foto: ZVG/Fastenopfer)
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Liechtenstein|25.02.2021 (Aktualisiert am 25.02.21 09:08)

Verheerende Covid-Auswirkungen auf die Völker Amazoniens

SCHAAN - Das «Volksblatt» stellt die von «Wir teilen: Fastenopfer Liechtenstein» unterstützten Projekte vor. Heute mit Teil eins jenes in Brasilien.

«Am 15. Januar 2021 erreichte die Anzahl Beerdigungen mit 213 an einem Tag den Höchststand»: Kräutler über die Lage in Brasilien. (Foto: ZVG/Fastenopfer)

SCHAAN - Das «Volksblatt» stellt die von «Wir teilen: Fastenopfer Liechtenstein» unterstützten Projekte vor. Heute mit Teil eins jenes in Brasilien.

Seit Monaten erlebt der  emeritierte Bischof Erwin Kräutler in Brasilien eine der grössten Katastrophen hautnah mit. Das Coronavirus wütet nicht nur in den Städten und Dörfern Amazoniens. Es hat auch die indigenen Völker erreicht. Die jetzige Regierung Brasiliens kümmert sich kaum um diese Menschen.

ZDF-Beitrag "Amazonas in Gefahr - Die Angst vor Coronavirus"

Für Präsident Jair Bolsonaro ist Amazonien vor allem ein wirtschaftliches Nutzgebiet. So schwächt er unter anderem. seit seinem Antritt die Umweltbehörde, die der Zerstörung des Regenwaldes Einhalt gebieten sollte. Das ermöglicht Goldgräbern, Holzfällern und Bergwerksgesellschaften immer weiter illegal in indigene Gebiete einzudringen. Sie zerstören die Lebensgrundlagen Tausender hilfloser Menschen und infizieren sie jetzt auch noch mit dem gefährlichen Virus.

Gesundheitsssystem kollabiert

Bischof Erwin Kräutler übte zusammen mit anderen brasilianischen Bischöfen bereits im vergangenen Jahr öffentlich scharfe Kritik am brasilianischen Präsidenten, weil er in der aktuellen Coronakrise durch sein fahrlässiges, menschverachtendes Verhalten Zehntausende von Toten in Kauf nehme.

Kräutler hat im Januar 2021 erneut interimistisch den Vorsitz des kirchlichen Amazonas-Netzwerkes REPAM-Brasilien übernommen. In dieser Funktion rief er angesichts der ernsten Lage Mitte Januar zu sofortiger Hilfe im grössten brasilianischen Bundesstaat Amazonas auf. Sein Bericht über die Situation in der Stadt Manaus ist erschütternd:

«Am 15. Januar dieses Jahres erreichte die Anzahl Beerdigungen mit 213 an einem Tag den Höchststand. Die Krankenhäuser sind hoffnungslos überfüllt. Viele Menschen sterben zu Hause ohne medizinische Hilfe. Aus Mangel an Sauerstoff muss das medizinische Personal in den Krankenhäusern passiv zusehen, wie Menschen unter schrecklichen Bedingungen sterben. (...)

Ich hörte, wie eine medizinische Fachkraft in einem Krankhaus weinte und ihre Verzweiflung über den Mangel an Sauerstoff zum Ausdruck brachte. Wir erleben täglich, wie unsere Schwestern und Brüder ersticken – ein schrecklicher Tod!»

Die Hilfsdienste stehen vor grossen Herausforderungen, dies umso mehr als auch völlig mittellose, hungernde Familien aus Venezuela in die Region geflüchtet sind.

Mit Ihrer Spende an «Wir teilen: Fastenopfer Liechtenstein» tragen Sie dazu bei, dass Bedürftige mit Lebensmitteln und Schutzmasken versorgt werden können.

Mit der Fastenopfer-Serie stellt das «Volksblatt» die von der Stiftung «Wir teilen – Fastenopfer Liechtenstein» unterstützten Projekte vor.

(pr)

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