(Illustration: ZVG)
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Liechtenstein|09.12.2020 (Aktualisiert am 09.12.20 09:06)

Drittes Wahlbarometer

Alle Rätsel sind gelüftet, auch die Oppositionsparteien haben ihre Kandidierenden bekannt gegeben. Das dritte und abschliessende Wahlbarometer von «Vielfalt in der Politik» zeigt eine starke Unternehmervertretung und ein Verharren des Frauenanteils bei knapp unter einem Drittel.

(Illustration: ZVG)

Alle Rätsel sind gelüftet, auch die Oppositionsparteien haben ihre Kandidierenden bekannt gegeben. Das dritte und abschliessende Wahlbarometer von «Vielfalt in der Politik» zeigt eine starke Unternehmervertretung und ein Verharren des Frauenanteils bei knapp unter einem Drittel.

Insgesamt treten 52 Männer und 23 Frauen an den Landtagswahlen 2021 an. Wie die Zeitungen schon vermeldet haben, ist das ein historisches Hoch und ein Zuwachs von vier Personen im Vergleich zu den letzten Wahlen.

Frauenanteil stagniert bei unter einem Drittel
Nachdem der Frauenanteil beim Wahlbarometer von Anfang November zwischenzeitlich bei 36 Prozent gelegen hatte, sackte er nach den Nominationen von DU und DpL auf 31 Prozent ab. Damit steht fest, dass die Frauen die Ein-Drittel-Marke erneut nicht erreichen. Während sich alle Parteien ausdrücklich dem Ziel verschrieben hatten, mehr Frauen zu portieren, ist dies nicht allen gleich gut gelungen. Als erfreulich hervorzuheben sind die paritätischen bzw. fast paritätischen Wahllisten der Freien Liste und der FBP.

Berufliche Tätigkeit

Wer eine Ansammlung von Juristen und Ökonomen erwartet hatte, der sieht sich getäuscht. Das am häufigsten vertretene Berufsfeld ist Industrie, Handel und Gewerbe mit 20 Kandidierenden (27%). Diese starke Stellung der Unternehmer ist vor allem dank DpL und DU zustande gekommen. Zusammen stellen sie mehr als die Hälfte dieser Kandidierenden.
Es folgen Bildung und Soziales mit 13 Personen (17%), allerdings mit einem Schwerpunkt im sozialen Bereich und kaum aktiv unterrichtenden Lehrpersonen. Die Berufsgruppen Recht und Finanzen sowie Kommunikation, Medien und IT kommen auf je 12 Kandidierende (16%). Zehn Kandidierende (13%) arbeiten für den Staat oder für Interessensverbände.
Der Bereich Gesundheit ist mit vier Personen besetzt. Entgegen früherer Legislaturen wird dieses Mal kein Arzt bzw. keine Ärztin im Landtag vertreten sein. Während das Thema Umwelt- und Klima in zahlreichen Interviews als Priorität genannt wurde, so gibt es auch zwei Kandidierende, die sich dem beruflich widmen. Der Bereich Kunst und Kultur verzeichnet ebenfalls zwei Kandidierende.

Grosse Bandbreite an Persönlichkeiten und Lebensläufen

In der Grafik mussten aufgrund der Leserlichkeit grössere Gruppen gebildet werden. Dies verhindert den Blick darauf, dass sich darunter ganz unterschiedliche, interessante Tätigkeiten befinden: Sie reichen von der Lebensmittelkontrolle zum Rettungsdienst, Strassenverkehr, Philanthropie, Sportmanagement, Lebensberatung und Kunstgalerie bis hin zur Motorradwerksstatt.

(pr)

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