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Demelza Hays und Mark J. Valek von der Incrementum AG in Schaan. (Foto: ZVG)
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Liechtenstein|10.10.2019

Es werde Geld

SCHAAN - Das Schöpfen von neuem Geld und das Einheben von Transaktionsgebühren, die im Zusammenhang mit dem neu geschöpften Geld anfallen, sind ein sehr lukratives Geschäft. Unternehmen wie Revolut, Transferwise, Ripple, Facebook, Amazon, Google und JP Morgan, sie alle wollen einen Teil von diesem Kuchen, von dem bislang nur die Notenbanken, insbesondere aber die Geschäftsbanken genascht haben.

Demelza Hays und Mark J. Valek von der Incrementum AG in Schaan. (Foto: ZVG)

SCHAAN - Das Schöpfen von neuem Geld und das Einheben von Transaktionsgebühren, die im Zusammenhang mit dem neu geschöpften Geld anfallen, sind ein sehr lukratives Geschäft. Unternehmen wie Revolut, Transferwise, Ripple, Facebook, Amazon, Google und JP Morgan, sie alle wollen einen Teil von diesem Kuchen, von dem bislang nur die Notenbanken, insbesondere aber die Geschäftsbanken genascht haben.

Mittlerweile haben einige Start-ups so genannte Stablecoins lanciert. Das heizt den Währungswettbewerb weiter an. Traditionelle Finanzintermediäre geraten dagegen zunehmend unter Druck und sehen ihre Felle davonschwimmen.

Bei aller Innovationsfreudigkeit darf jedoch nicht vergessen werden, dass wir in Zeiten eines staatlichen Geldmonopoles leben. Und genau dieses Geldmonopol ist für den Staat ein ausgesprochen gutes Geschäft. Notenbanken können zu geringen Kosten Geld mit hohem Nennwert aus dem Nichts herstellen. Daher rührt der äußerst passende Begriff „Fiat Money“ („es werde Geld“). Oft wird in diesem Zusammenhang allerdings übersehen, dass durch diesen Vorgang eine Umverteilung hin zu den Erstbeziehern des neu geschaffenen Geldes und weg von den Letztbeziehern, wie z.B. den Pensionisten ausgelöst wird. Früher oder später führt die derart inflationierte Geldmenge auch zu einer allgemeinen Teuerung. Erstaunlicherweise sind die beiden Begriffe „Seignorage“ und „Cantillon Effekt“, die diese Prozesse beschreiben, in der breiten Öffentlichkeit so gut wie nicht bekannt. Zur Vertiefung in das Thema können wir interessierten Lesern das Buch „Krankes Geld, Kranke Welt“ von Gregor Hochreiter wärmstens empfehlen.

(pr)

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