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Liechtenstein|23.12.2019

23. Dezember: Jubiläen berühmter Weihnachtslieder


Im vergangenen Jahr gab es das berühmte Weihnachtslied «Stille Nacht, heilige Nacht» schon 200 Jahre. Dessen schneller Erfolg ist einmalig, vor allem für die
damalige Zeit, als es nicht möglich war, etwas Neues per Mausklick weltweit
publik zu machen. In diesem Jahr gibt es auch Jubiläen



Im vergangenen Jahr gab es das berühmte Weihnachtslied «Stille Nacht, heilige Nacht» schon 200 Jahre. Dessen schneller Erfolg ist einmalig, vor allem für die
damalige Zeit, als es nicht möglich war, etwas Neues per Mausklick weltweit
publik zu machen. In diesem Jahr gibt es auch Jubiläen


Es gilt zu unterscheiden, was ein Weihnachtslied und was «nur» ein Winterlied ist. Das Weihnachtslied hat immer die Geburt von Jesus Christus zum Inhalt, oder – bei den Liedern, die im Advent gesungen werden – die nahende Erlösung. Winterlieder handeln im weitesten Sinne vom Wetter, im Speziellen von den Freuden, die der Winter den Kindern schenkt. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Winter einst zwar eine harte, karge Zeit war, aber auch eine Zeit, in der die schwere Arbeit ruhte.

«O du fröhliche», vielleicht 200 Jahre alt

Dieses Lied hat eine interessante, lange Reise hinter sich. Im Jahr 1792 erschienen Text und Melodie eines sizilianischen Marienliedes in London, 1807 in Deutschland. Johannes Daniel Falk, der den ersten deutschen Text schrieb, betrieb in Weimar ein «Rettungshaus für verwahrloste Kinder». Vier seiner sieben eigenen Kinder musste er nach einer Typhusseuche zu Grabe tragen, so beschloss er, sich fortan um arme Kinder zu kümmern. Seine Urfassung, genannt «Allerdreifeiertagslied» widmete sich in drei Strophen Weihnachten, Ostern und Pfingsten. Lange waren Historiker davon ausgegangen, dass dieses Lied im 1819 entstand. Inzwischen ist klar, dass der Text bereits 1816 verfasst wurde, zwei Jahre später wurde er das erste Mal gedruckt. Wirklich bekannt geworden ist das Lied in dieser Fassung nicht. Erst 1826 schrieb Heinrich Holzschuher, ein Helfer Falks, die zweite und dritte Strophe um, sodass ein reines Weihnachtslied entstand.

«Still, still, still», 200 Jahre alt

Das Lied wurde erstmals im Jahr 1819 aufgezeichnet. Es ist eine Volksweise aus dem Salzburger Land. Überliefert ist ein Text von 1865. Die heute übliche Fassung unterscheidet sich minimal vom Original, die Schreibweise wurde ins Hochdeutsche übertragen. Irgendwann später wurde aus der Stelle, wenn Maria das Kind stillt («ihre keusche Brust darbringen»), die Zeile «ihre grosse Lieb‘ darbringen».

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(pd)

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