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Liechtenstein|05.12.2019 (Aktualisiert am 05.12.19 09:10)

5. Dezember: «Nez Rouge» – Rudolfs von heute


Jeder kennt die Geschichte von Rudolf dem Rentier, der mit seiner leuchtend roten Nase den Schlitten von Santa sicher durch die Dunkelheit führte. Personen sicher durch die Nacht nach Hause zu bringen, ist auch das Ziel von «Nez Rouge» – frei ­übersetzt «rote Nase».



Jeder kennt die Geschichte von Rudolf dem Rentier, der mit seiner leuchtend roten Nase den Schlitten von Santa sicher durch die Dunkelheit führte. Personen sicher durch die Nacht nach Hause zu bringen, ist auch das Ziel von «Nez Rouge» – frei ­übersetzt «rote Nase».


Gegründet von einem Lehrer in Canada 1998, kam die Stiftung «Nez Rouge» vor gut 30 Jahren über den grossen Teich in die Schweiz und war vorerst nur im Jura tätig. Knapp zehn Jahre später expandierte «Nez Rouge» über die Kantonsgrenzen hinaus und wurde auch in der Ostschweiz ansässig. Thomas Boppart, der Interview¬partner zu diesem Beitrag (Foto rechts), hatte vor knapp zehn Jahren den Stützpunkt in Sevelen aufgebaut. Über die gesamte Ostschweiz verteilt gibt es momentan drei Stützpunkte in Sevelen, St. Gallen und Weinfelden, wobei Letzterer gleichzeitig auch die Zentrale für die Koordination der Fahrer ist. Das Konzept hinter «Nez Rouge» hat sich während der Jahre nie verändert; man will durch Prävention Sicherheit im Strassenverkehr fördern. Im Monat Dezember, in der Zeit der Weihnachtsfeiern und Weihnachtsmärkte, wobei man gerne mal ein Gläschen zu viel trinkt oder müde ist, ist die «Aktion Nez Rouge» tätig. Am Wochenende vom 6. und 7. Dezember und ab dem 13. Dezember bis 1. Januar 2020 sind die Fahrer jede Nacht im Einsatz. Doch man muss nicht betrunken sein, um den freiwilligen Fahrdienst in Anspruch nehmen zu können. Immer wenn man sich nicht fähig oder unsicher fühlt, mit seinem Auto nach Hause zu fahren, kann man bei «Nez Rouge» anrufen und deren Hilfe beanspruchen. Das Einzigartige an diesem Fahrdienst: Nicht nur der Kunde kommt sicher nach Hause, sondern auch sein Auto. Um diese Dienstleistung gewähren zu können, sind die Fahrer bei «Nez Rouge» stets in 2er-Teams unterwegs. Fahrer Nummer 1 übernimmt das Auto des Kunden und chauffiert diesen in seinem eigenen Auto nach Hause, während Fahrer Nummer 2 in einem Auto von «Nez Rouge» hinterherfährt. Am Zielort angekommen, übergibt Fahrer 1 dem Kunden sein Auto und steigt bei Fahrer 2 ein, um zum nächsten Kunden zu fahren. Ein weiteres, einzigartiges Merkmal von «Nez Rouge», im Vergleich zu Taxis oder anderen bekannten Fahrdiensten, ist die Bezahlung. Es gibt nicht etwa vorgeschriebenes Kilometergeld oder einen Pauschalpreis pro Fahrt; der Kunde entscheidet selbst, wie viel ihm die Hilfe von «Nez Rouge» wert ist. Jegliche Bezahlung, die ein Fahrer von einem Kunden bekommt, fliesst in die Kasse der Sektion und daraus werden Equipment, Marketingmassnahmen und sonstige Unkosten finanziert. Um ein solches Bezahlungssystem beibehalten zu können, ist «Nez Rouge» stets auf die finanzielle Mithilfe von Sponsoren wie Swisscom, Mobiliar, Helvetia, Planzer oder auch Prodega angewiesen, die «Nez Rouge» bei ihrer Mission der Unfallprävention unterstützen. Die Autos, die die Fahrer von dem «Nez Rouge»-Stützpunkt in Sevelen benutzen dürfen, werden von der Riet Garage in Sevelen zur Verfügung gestellt.

Ohne Fahrer kein Fahrdienst

Jemanden zu finden, der heutzutage seine Freizeit hergibt, um für die Allgemeinheit etwas Gutes zu tun, ohne dafür entlohnt zu werden, gestaltet sich äusserst schwierig. «Nez Rouge» ist immer wieder auf neue Fahrer angewiesen, um den Fahrdienst während der Weihnachtszeit gewährleisten zu können. Nach Aussage von Thomas Boppart hat das Fahren bei «Nez Rouge» auch eine soziale Komponente: «Während der Weihnachtszeit für andere etwas Gutes tun, für viele macht dies den Zauber der Weihnacht aus.» Auch für Personen, die sich aufgrund ihrer familiären Situation während der Weihnachtszeit einsam und alleine fühlen, hilft das Fahren und der dadurch entstandene Kontakt, die Einsamkeit zu vergessen. Die Zeiten, an denen man für «Nez Rouge» im Einsatz stehen möchte, kann man selbst einteilen und planen. Wer sich vorstellen könnte, als Fahrer bei diesem tollen Projekt mitzuwirken, kann sich auf der Homepage www.nezrouge-ostschweiz.ch informieren und anmelden.

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